Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Schorwerk

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Schorwerk war zum Beispiel eine Strasse instand zu halten; Körperliche Arbeit, die im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit aufgrund des (Not-)Bedarfs der öffentlichen Gewalt erbracht werden musste.
  • gefunden: In Baiern ist statt dieses Zeitwortes scharwerken, in Österreich robahten, in Niedersachsen aber dienen ... siehe dazu auch Robern
  • gefunden auf wellheim.de: Auer ging auch auf die verschiedenen Abgaben und Dienste ein, die man als Bauer dem Grundherrn - in Biesenhard meist dem Fürstbischof - leisten musste. Er führte in diesem Zusammenhang unter anderem den im Dialekt zu "Schorwerka" verschliffenen Begriff des "Scharwerkens" an, den man heute noch kenne, was einige Zuhörer bestätigen konnten. Dabei habe es sich um einen Dienst ("-werk") einer Gruppe ("Schar-) von Bauern gehandelt, den diese für den Lehenherrn verrichten mussten, erläuterte Auer. Darunter fielen Arbeiten wie das Schaufeln, das Einspannen der Fuhrwerke und das Ubernehmen von Transportfahrten bei Jagden oder im Kriegsfall. Bis zur Gebietsreform 1972 habe es das "Schorwerka" gegeben, womit man zuletzt das gemeinschaftliche Arbeiten der Bauern für die Gemeinde - beispielsweise beim Wegebau - bezeichnete. Abschließend verwies Auer darauf, dass das Lehensystem erst 1848 gänzlich abgeschafft worden sei.
  • Wohl von assero = beigesellen; verro = kehren; Scoria = Schlacken, Metallschaum; Vergo = sich neigen, sich senken, einschenken, eingießen; Vacuefacio = leeren, ausleeren; Rota = Rad + portare = forttragen; decussare = ; Hand-Frohnen = servitia manualia orum; vacare = frei sein (von)