Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Preschtlingsgsälz

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Quelle BR 16.03.09: 'Preschtlingsälz' sagen die Schwaben zu ihrer Erdbeermarmelade. 'Preschtlinge' sind die Erdbeeren, und hier sind besonders die dicken Walderdbeeren gemeint, denn das Wort ist ein Vergleich mit einem wohlgenährten Probst, einem dicken Geistlichen, also den Pröbstlingen. Die zweite Worthälfte 'Sälz' kommt aus dem Französischen und ist dasselbe wie das deutsche Wort Soße, und weil die nicht nur salzig sondern heute auch süß sein kann, steht das schwäbische Sälz für eine süße Marmelade.
  • Wohl eher von "Breschle" von percrebrescere = sich überall verbreiten + Esculetus = eßbar, was man essen kann;Breschlingsgselts Schwaben/Allgäu = Erdbeermarmelade
  • Salgama = allerlei mit Salz-Essig, Zucker eingemachte Kräuter oder Früchte. Salgamarius = der solche Sachen einmacht oder verkauft