Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Oduft

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Raureif, gefrorener Dunst oder Nebel; gezuckerte Landschaft
  • Quelle BayWo: Altbayern = an Reif hom = Bodenfrost; Quelle Kastl.net: Oduft = Rauhreif
  • Quelle EK 2003: Oduft - der malerische Raureif auf dem Jura
    Eichstätt (kh/aur) Oduft oder Aduft · gesprochen wird der Anfang des Wortes als dunkler Vokal, der zwischen A und O liegt, · ist in unserer Gegend die Bezeichnung für den gefrorenen Dunst, der sich im Winter an die Bäume und an andere Körper hängt. So lautet sinngemäß die Worterklärung in Andreas Schmellers Bayerischem Wörterbuch unter dem Stichwort "Anduft".
  • Quelle BR 21.05.13: In Niederbayern sagt man zu Rauhreif auch "Oduft".
    - oduft heisst der rauhreif - weil die bäume eben dann so ausschauen - als ob sie mit einem duft angehaucht worden wären - das sieht man ja förmlich - deswegen eben angeduftet - und so sagt man in niederbeiern zum rauhreif eben ooduft -
  • wohl von odoramenta = Räucherwerk + uvidulus = ein wenig feucht, ein wenig nass; conglacio = zu Eis gefrieren; odor = Ausdünstung