Wörterbuch
Miglo
  • Quelle BR 06.12.13 Der Miglo das ist in Niederbayern Brauchtumsgestalt in der Nikolauszeit
    - das kann der Bischof selber sein - kann auch sein begleiter sein wie der einsender aus niederbeiern schreibt - der grampus - der miglo diese bezeichnung ist eigentlich nur in randbereichen von von ober- und niederbaiern üblich - das sieht man ganz schön im KBS - im kernbereich von ober- und niederbeiern - heisst der heilige der der niglo oder nigolo - und das ist ganz klar die italienische bezeichnung für den nikolaus - den kult um den heiligen hat man in bayern mitsamt dem namen aus italien importiert - in randbereichen heisst er aber miglo - warum das mit dem -m- das kann sogar etwas seht altes sein - denn auch im ungarischen - slowakischen und tschechischen - im tschechisch migolaus zum beispiel - sagt man den nikolaus mit einem m am anfang - also der miglo - für eine gestalt aus der nikolauszeit - entweder der nikolaus selber oder der krampus - aus niedabaian -
  • gefunden: Im Südwesten Niederbayerns finden wir den "Niklos" und ganz im Südosten, wo wir auch schon den "Herist" und den "Lassing" verortet haben, kommt am 6. Dezember der "Miglo". Zu erklären ist das anlautende M- durch die Nähe des tschechischen "Mikoláš".
  • gefunden: Unter der Rubrik "Nikolaus und ähnliche Gestalten" zeigt sich, dass hier vor allem die Franken sehr sprachschöpferisch sind. Im nord- und mittelbairischen Sprachraum heißt der Geselle überwiegend ganz einfach "Nikolaus" mit kleinen Abwandlungen. Im Fränkischen spricht je nach Region vom Pelz-, Nuss- oder Butzenmärtel, vom Ruprich oder Hätscheglaas. Und dann gibt es noch drei Sprachinseln im Nieder- und Oberbayerischen, wo der Nikolaus "Miglo" heißt. Die Sprachforscher vermuten, dass dieser Begriff tschechische oder ungarische Sprachwurzeln hat.
  • Wohl von amiculus = der vertraute Freund; munerigerulus = Überbringer von Geschenken

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