Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

lusn, lusen, lus

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

LogoÖ ha brrr
  • hai_a lus, houschd wou_a; wenn einer luust, dann ist er ein Luser; und wenn jemand seine Luser aufsperrt, dann kann er Sachen hören ....
  • Wohl eher von in vulgus = für jedermann; Lautbar machen = in vulgus spargere; spargere = ausstreuen; Sonabilis = laut schallend; Sonandus = das weit und breit zu rühmen ist; Sonans = tönend, schallend; Sonitus = Thon, Schall, Klang; sono, sonare = tönen; Vulgator = der etwas unter die Leut ausbreitet, der etwas öffentlich kund macht; Vulgatus = öffentlich bekannt; Und wenn man dann nicht aufpasst, gibt es ein paar hinter die Luser, das kennt man auch in Eichstätt.
  • Quelle BR 2008: Das Wort "Luser" kommt aus der Rosenheimer Region und bedeutet "Ohren", weil es die Organe sind, mit denen man "lust", oder horcht oder hört. Das germanische Verb 'lusen' bedeutet 'hören' und ist verwandt mit dem englischen "listen" in der gleichen Bedeutung. Für die Ohren wiederum gibt es sehr viele Bezeichnungen, scherzhaft sogar "Krautblättchen" oder "Ohrwaschl". In der Rosenheimer Gegend heißen sie "Luser".
  • KKK: luusn (neiluusn) = lauschen, aushören; Mundart Burgenland: au(n)lousn = anhören; zuhören
  • MaB.at: auflousn = aufhorchen; lousn = lauschen; gehorchen; losen; horchen; zualousn = hinhören, zuhorchen