Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Leal

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Quelle BR 18.10.2012: 'Der Lel', 'der Leal' ist im westlichen Oberbayern, im Wittelsbacher Land 'der Kater'.
    - der kater heisst hier nach einem relativ bekannten männliche vornamen - und das ist überhaupt typisch für die namen des katers - im fränkischen der haans - das ist eigentlich der heinz - im schwäbischen der bole - das ist eigentlich der paulus - und hier im westoberbayerischen gebiet - der leal der lel - das ist eigentlich der viehpatron leonhard der da drinn steckt - also der lel - der leal - der kater aus dem westen von oberbayern
  • Wohl eher von Löwlein = leoni catulas; Löwlein, zottiges Kätzlein/Hündlein = Villosus catellus; catulus = Kätzchen; Boala Schwaben/Allgäu = Kater; Boohle Schwaben/Allgäu = Kater
  • Der o.a. Kater Bole / Paulus dürft von muscipulaa = der Mausfänger bzw. die Mausfalle stammen; Muscipulum = Mausfalle. Der Heinz, dürfte auf lat. hiare = schnappen + Insidiator = Lauerer, der hinterlistig nachstellt, zurück gehen. insidias parare = auflauern
  • Goggolori notiert: Woher kommt das im Ilmgebiet bekannte Dialektwort Lerl für einen alten Kater?
    Lerl, Leal, auch Katzenleal, für einen (alten) Kater kommt um Pfaffenhofen, Aichach und Neuburg vor. Es stammmt von Lienel einer Form des Vornamens Leonhard. Die Bezeichnung für die männliche Katze wird recht häufig von einem alltäglichen männlichen Vornamen hergeleitet, so auch beim (Katzen-)Benz (von Bernhard) in Oberbayern, Oberpfalz und Oberfranken, beim (Katzen-) Heinz in Oberpfalz und Oherfranken, beim (Katzen-)Pauli des Schwäbischen und sogar im Falle des englischen tom-cat.