Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Kopperla

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Die Mundart der Hallertau, Prof. Dr. Zehetner S.179: Hier eine Bemerkung zur Realisation der mdal Fortes. Wie aus obiger Tabelle zu ersehen ist, gibt es sehr wohl leicht aspirierte Fortes als Allophone von /b, d, g/. Namentlich der absolute Auslaut ist meist behaucht, wo die Explosion des Vschl in einem [h] hörbar wird. Folgt ein Vokal, so ist die Aspiration wesentlich schwächer. Sie fehlt total, wenn sich ein Nasal oder Liquid an den Vschl anschließt und die Energie in sich aufnimmt. In diesem Fall haben wir deutlich zwei Drucksilben, während Einsilber die Artikulationsenergie "verpuffen" müssen. 'khopg - 'kho.pm = Kopper (Rülpser); koppen (rülpsen);
  • aufstossen oder wenn sa se draht, wenn sa se draht houd, ist ois widda guad
  • Wohl von cooperculum = Deckel, wenn sich der Magen über den Deckel entlüftet hat ist alles i.O.
  • Quelle BR 13.05.2008: Ein "Kopperl" ist in Oberbayern ein "Bäuerchen", ein "Aufstoßen von einem kleinen Kind, wenn man ihm auf den Rücken klopft". Ein "Koppera" würde man dazu bei einem Erwachsenen sagen, "koppen" oder "aufkoppen" heißt "aufstoßen". Das Wort ist wohl lautmalerisch entstanden, so hört es sich eben an, wenn man aufstößt: kopp - kopp - kopp -.