Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Buzzaschdenkl

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Quelle BR 12.05.11: 'Buzzaschdenkl' nennt man in Bayerisch-Schwaben den Purzelbaum. Das ist einer der vielen, vielen Spielformen von 'Purzestängle', 'Buzza', 'Burzestängel', einem häufig verwendeten Wort für den Purzelbaum. Stenkel, Stängel sagt man, weil man am Anfang des Purzelbaums stangenartig da steht, bevor man dann - am Schluss - purzelt und dann mit dem Bürzel, also mit dem Hinterteil voran, auf dem Boden landet. 'Buzzaschdenkl' aus Bayerisch-Schwaben für den Purzelbaum -
  • Quelle BR 13.05.13: Zum Purzelbaum sagt man auf schwäbisch auch "Buzastenkaler".
    - buza darin steckt letztlich nichts anderes als im schriftdeutschen purzel - purzelbaum - das ist eben purzen - in schwäbischer mundart die tätigkeit des nach vorne rollens - in schwäbischer mundart ist des so dass das r vor z schwindet - so wie in der stutz für sturz - also buza für purza purzen - und schtenckala das ist die verkleinerung der stange - in manchen mundarten sagt man auch buzastengala - puzenstenckala also in schwäbischer mundart steht man da wie eine stange am anfang - burzelt erst - und steht am schluss wieder da wie eine stange - in der schriftsprache vergleicht man sich wenn man am schluss wieder grade da steht - eher wie mit einem Baum - Burzelbaum - aber im schwäbischen buzaschtenkala für einen burzelbaum -
  • Wohl eher von procella = Welle; saltatio = Umherhüpfen; ioculator = Spaßmacher; cybistema = Überburtzelung; Cybistema = saltationis genus; gesticulatio = pantomimische Bewegung; Gaucklen, allerhand Gebärden mit den Händen oder Füssen machen = Gesticulari; desalto = pantomimisch vortragen, tanzen, springen