Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Bierdimpfe Bierdümpfel

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Quelle BR 01.10.09: A 'Bierdimpfe' sagen die Leute in Oberbayern zu einem Wirtshaushocker, allerdings gibt es die sicherlich auch in Niederbayern. Das Wort besteht aus zwei Begriffen, dem Bier natürlich, und dem 'Dimpfe', das ist der bayerische Ausdruck für 'Tümpel'. Dieser 'Bierdimpfe' wird also verglichen mit einem See, mit einer ganzen Lache voller Bier, wenn er am Abend abgefüllt nach Hause wankt.
  • Goggolori 15: Ein Bierdimpfel ist einer, der gerne im Wirtshaus hockt und viel Bier trinkt. Hinter dem zweiten Teil verbirgt sich das Dialektwort Tümpfel, eine süddeutsche Entsprechung der schriftsprachlich-nord-deutschen Wortform Tümpel. Wer viel Bier getrunken hat, trägt also quasi einen Tümpel, einen Teich voll Bier mit sieh herum. Das Wort wird dann auf Menschen übertragen, die gewohnheitsmäßig große Biermengen trinken.
  • bibare = trinken + dum = bis dass, so lange bis + phaenomen = Erscheinung eines ungewöhnlichen Licht oder Glanzes vor den Augen; lumen = Leuchten
  • Merke: ein "dümpfe" ist etwas anderes als ein "dümpe" ... es fehlt das "f"