Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Austria

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

LogoÖ ha brrr
  • Zitat aus der Sendung Klingendes Österreich vom 13.06.2015 ... im Zusammenhang mit Herrn Dr. Karl Renner . ... und so is auch mit unserer Geschichte, der Geschichte Österreichs... man muass se Mühe mochn und wann ma diaf gnua grobd dann kummd ma auf interessante Dinge ...
  • Wisse, die Österreicherinnen und Österreicher sind - wie auch die Bayern - keine Germanen.

    70 Jahre nach dem Krieg wurde der ORF2 nicht müde, den Spot ... "Österreich ist frei" zu senden. In einem weiteren Schritt sollte nun wohl auch das germanisch/germanistische Leichentuch überprüft, bzw. entfernt werden, welches Österreichs keltisch-römische Geschichte überlagert. In Österreich ist im Internet schlicht und ergreifend archäologisch wenig germanisches zu finden, obwohl fast jede Stadt und jedes Dorf sich auf germanisch-bajuwarische Gründungsväter beruft. In Bayern gibt es zwar das Römer- und Germanenmuseum in Kipfenberg, aber der im Volksmund als "Erster echter Bajuware" - besser einzige - bezeichnete aufsehen erregende Fund des Kriegers von Kemathen, ist wohl gelinde gesagt, ein bisschen Etikettenschwindel.

    Germanias simples Konstrukt: Der deutsche Kaiser Wilhelm I. wollte in seinem Deutschen Reich nur Germanen haben. Hatten doch die Germanen schon vor 2000 Jahren die Römer vernichtend geschlagen und aus Germanien vertrieben. Um hinsichtlich "germanischer" Bayern bei der Reichsgründung 1871 sicher zu gehen, ließen die kaiserlich preußischen Sprachwissenschaftler -im Zuge der Völkerwanderung- ganz einfach Bajuwaren mit germanischer bzw. deutscher Zunge einwandern. Später besiedelten diese Reichs-Germanen angeblich auch noch Österreich. Damit war mit dieser Landnahme die uralte bayerische Geschichte mit einem germanischen Leichentuch überlagert und die Reichsdeutschegeschichte automatisch älter als die bayerische, da ja die germanischen Siedler aus Germanien kamen. Damit kam auch der österreichische Kaiser neben seinen Ungarn, Tschechen, Slowenen, Kroaten u.a.m. auf dem Papier zu seiner Herrscherrasse, seinen österreichischen Germanen. Allerdings hat man damals vergessen, auch germanische Götter wie Wotan, Thor, Donar = der mit dem Hammer usw. einwandern zu lassen. In Österreich, gibt es wohl auch keine germanischen Götter? Durch diesen raffinierten germanistischen Schachzug wurde aber die keltisch-römische Geschichte von quasi mehr als tausend Jahren mit einer germanisch-deutschen Ur-Besiedelung überlagert und das ist bis in unsere Tage - in den Erzählungen - so geblieben.

    "Nationale" Stimmen dieser Zeit:
    F. Kluge: ... der u.a. die Richtung der Germanistik vertrat, welche sich für die politische Einheit als "höchste nationale Errungenschaft" einsetzte. In Kluges Schrift über die Entstehung unserer Schriftsprache (1894) fungierte das Neuhochdeutsche als das "einigende Band, das alle mundartlich und politisch geschiedenen Landschaften umspannt. Deshalb wird die Existenz älterer Literaturdialekte in Norddeutschland, in Bayern in der Schweiz und im Elsass als Gefahr interpretiert. Immer wieder wird an die eigentliche Aufgabe der Sprachforscher erinnert: Sprachgeschichte als nationale Geschichte, als Veranschaulichung für den Kampf des "Deutschtums und der deutschen Nationalgefühls" gegen innere und äussere "Erbfeinde", so dass die neuhochdeutsche Sprache der politischen Einheit "Wege geebnet und als Banner und Werkzeichen in der Hand unserer Geisteshelden und Dichterfürsten der Nation das grosse Ziel gekennzeichnet hat, das, einmal erreicht, nie wieder verlassen wird.

    Nachzulesen auf Wikipedia ... die Bajuwaren: Die provinzialrömischen Bewohner verließen 488 auf Befehl des Odoaker die nördlich der Alpen liegenden römischen Provinzen. Im östlichen Rätien wie auch dem Donau-Noricum kam dieser Abzug der Romanen einer teilweisen Entvölkerung des Landes gleich, denn mit den originär-römischen Herren zogen auch deren Knechte, Mägde und Sklaven mit in die neue Heimat Italien um. Andere Teile der Herrschaftsschicht aus dem gesamten römischen Herrschaftsraum blieben im Land und vermischten sich mit der dort ansässigen Bevölkerung. Karl Bosl spricht deshalb vom "mediterranen Substrat", das die Basis für die Bevölkerung des späteren Bayerns bildete. Überwölbt und durchdrungen wurde es jedoch von germanischen Stammesgruppen, wie die heutige Präsenz des Deutschen zeigt. Zitat-Ende.

    Auf der Seite http://www.ooegeschichte.at/epochen/roemerzeit/roemerzeit-in-ooe/einleitung/ findet sich nachfolgender Satz: Bedingt durch die Grenzlage der Provinz hatte die Bevölkerung von Noricum oftmals unter Angriffen feindlicher Germanenstämme zu leiden. Im 5. Jh. n. Chr, als die Grenze nicht mehr gehalten werden konnte, kam es zum Abzug der römischen Bevölkerung und zum Ende der 500-jährigen Römerzeit in Oberösterreich. Zitat-Ende.

    Gefunden auf den Seiten http://www.staatsbuergerschaft.gv.at/index.php?id=32 Die Römerzeit dauerte fast 500 Jahre lang und endete mit einer großen Völkerwanderung, und zwar der Einwanderung germanischer Völker, die das Römische Reich eroberten. ... Etwa ab dem Jahr 600 wanderten auch Vorfahren der heutigen Bayern (= Bajuwaren) in das Gebiet des heutigen Österreich ein. Dieser Besiedelung verdankt Österreich auch seinen Namen. Im Jahr 996 wurde der Name "Ostarrichi" (= Österreich) erstmals in der Urkunde eines deutschen Kaisers erwähnt. Zitat-Ende.

    Gefunden auf Wikipedia: Geschichte Österreichs ... Ab dem 6. Jahrhundert besiedelten Bajuwaren das Land, das im 8. Jahrhundert ins Frankenreich eingegliedert wurde. Karl der Große errichtete um 800 n. Chr. die Awarenmark, eine Grenzmark im heutigen Niederösterreich, um das weitere Vordringen von Slawen und Awaren aus dem Osten zu stoppen. Wiki-Ende. Die Nazis leiteten daraus ab .... "Heim ins Reich".

    Die Gründungsgeschichte vieler österreichischer Städte auf Wikipedia liest sich deshalb eindeutig germanisch-bajuwarisch: Wörl ... Dennoch muss angenommen werden, dass hier die bayrische Landnahme derart gewaltsam und rasch erfolgt war, dass eine Weitergabe des vorbayrischen Ortsnamens durch die Altbewohner nicht mehr stattfinden konnte. Steyr ... Im 6. Jahrhundert wurde das Gebiet von bairischen Stämmen besiedelt ... oder Kapfenberg ... Besiedlung aus dem bairischen Raum ...Im 7. Jahrhundert verschmolzen die Stämme der sogenannten Alpenslawen mit romanischen Siedlern und anderen Restgruppen zum Neustamm der Karantanen. Auch Siedler aus dem bairischen Raum kamen in das Gebiet oder Mödling ... Nach dem Sieg Karls dem Großen über die Awaren im Jahr 803 setzte die Besiedlung aus dem bayrisch-fränkischen Raum ein ... Inzing-Homepage ... Die Bayern, die im 6. Jahrhundert ihre Herrschaft über unser Gebiet ausdehnten, kamen über die alten Römerstraßen zu uns und lebten mit den Rätern viele Jahrhunderte auf Tiroler Boden. Zitat-Ende. Also das -ing kommt wohl nicht von den Bayern, sondern von den Römern = inquilinus civis Romae, Ingenuatus = frei geboren; Ingenuitas = frei geboren.

    Das Bayerische Kultusministerium lässt noch in 2015 verkünden ... wo die barbarischen Germanen gehaust haben ... und damit von wo aus sie ihre Landnahmen bzw. Siegeszug in den im Süden - also auch nach Österreich - begonnen haben.
    http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/unesco-kulturerbe/welterbestaetten-in-bayern.html Textauszug: Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-raetischer Limes Die einstige römische Grenze in Süd- und Südwestdeutschland wurde in verschiedenen Ausbaustufen zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr errichtet. Zwischen Rhein und Donau reihten sich über 100 größere und kleinere Militärlager und über 900 Wachttürme entlang der insgesamt 550 km langen durchgehenden Grenzsperre. In der Provinz Obergermanien war sie als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben, in der Provinz Raetien als Steinmauer ausgeführt. Hier begegnete die entwickelte Kultur der römischen Antike dem "barbarischen" Germanien. Zusammen mit der Hadriansmauer und dem Antoninuswall in Großbritannien bildet er die grenzüberschreitende Welterbestätte "Grenzen des Römischen Imperiums". Zitat-Ende.

    Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), eine Einrichtung des Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus notiert (Anno 2015) in: Dialekte in Bayern, Handreichung für den Unterricht. Der Link dazu: http://www.isb.bayern.de/download/6428/dialekte_in_bayern_teil_1.pdf Seite 18 (eigentlich 17) Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches im 5. Jahrhundert dringen Germanen in das Gebiet südlich der Donau ein: Alemannen , aber auch Franken und Thüringer Östlich des Lechs bildet sich eine neue Völkerschaft, die Baiern Germanisch ist nun die beherrschende Sprache. Auf Seite 23 ist zu lesen: Welchen Dialekt sprechen die Österreicher? Antwort = Bairisch

    Dazu nun meine kleine Geschichte, seit ca. 10 Jahren beschäftige ich mich sehr zeitintensiv mit Namen, als da wären Ortsnamen, Flurnamen, Spottnamen, Hausnamen und alte Dialektausdrücke. Mein Fundus -ca. 810 MB- deckt mittlerweile den Freistaat Bayern m. E. aussagekräftig ab. Die meist mit dem BayernAtlas der Bayerischen Vermessungs Verwaltung erfassten Orts- und Flurnamen, geben ein von der offiziellen bayerischen Geschichtsschreibung abweichendes Bild. Spracharchäologisch sind in Bayern Kelten und Römer zu finden, aber weiß Gott keine Germanen, auch nicht im Dienste der Römer. Es sind hinter und vor dem Limes die gleichen Namen in Gebrauch. Der Limes war bis zu seiner Zerstörung wohl kein Grenzwall, sondern scheint mehr die Funktion einer Türschwelle gehabt zu haben. Der Name Limes kommt vermutlich nicht von Limes = Pfahl, Grenze, Grenzweg, sondern eher von Limen/Limenes = Türschwellen. Dies würde auch erklären, warum vor und hinter dem Limes die gleichen Flurnamen zu finden sind und warum er, sagen wir mal meist schnurgerade die Landschaft teilt. Die Römer kamen wohl mit ihrem Latein sogar weit über die bayrische Grenzen im Norden und Osten hinaus.

    Bleibt festzuhalten: 70 Jahre nach den Groß-Germanen sind u.a. die Germanisierungsbeauftragten/Sprachwissenschaftler der ÖAW wohl immer noch immer noch auf strammen Germanisierungskurs. Zitat: Das Altdeutsche Namenbuch (ANB) Bei diesem Projekt handelt es sich um einen komplette Neuerarbeitung von Ernst Förstemann, Altdeutsches Namenbuch (2. Band: Orts- und sonstige geographische Namen. 3., erw. Auflage, hgg. v. H. Jellinghaus, Bonn 1913) Das Altdeutsche Namenbuch erfasst sämtliche Ortsnamen Österreichs, das sind Namen von Siedlungen, Bergen, Gewässern und Fluren, die in schriftlicher Überlieferung seit dem Beginn deutscher Besiedlung bis zum Jahr 1200 überliefert sind. Erstmals wird damit ein vollständiges Nachschlagewerk über die ältesten Ortsnamen in Österreich vorgelegt ...
    Also, wenn aus meiner gewiss laienhaften Sicht, aber nachweislich keine Germanen in Bayern und oder Österreich eine Landnahme vorgenommen haben, was bewirkt dann das germanische ANB?

    Der bayerische und österreichische Wortschatz, dieser sogenannte "deutsche" Dialekt ist in Wirklichkeit kein Dialekt, sondern das war, ist und bleibt Latein, alles andere ist blanker kultureller Rassismus. Hier -in Bayern und wohl auch in Österreich - sind nie Germanen eingewandert, hier sind die Kelten und Römer geblieben. Man wird deshalb in ganz Österreich archäologisch wohl nie und nirgends auch nur ein nur ein einziges germanischen Knöchelchen finden.

    Beispiele: Flurnamen, die es auch in Österreich gibt ... Eben, Eema, Ehm, Ebne usw. kommt wohl von Emeriti ... Verlinkt www.boari.de/ortsnamen/eben.htm
    Der Flurname Paint, Point, Beund usw. kommt wohl nicht aus dem Germanischen, sondern .... wohl von bona = Hab und Gut + Dotation = Ehrengabe, Ehrengeschenk für verdiente Römer Verlinkt mit dem BayernAtlas unter www.boari.de/ortsnamen/beund.htm
    Der Flurname "Am todten Mann" kommt wohl nicht vom Transportweg toter Männer (keine Frauen? keine Kinder?) sondern von custodia + manus Verlinkt mit dem BayernAtlas unter www.boari.de/ortsnamen/totermann.htm


    Germanistischer Schwachsinn sondergleichen, Quelle Prof. Dr. Ä Rowley, BAdW/BR 13.11.14 : a Harem das ist in Oberbayern der Heuboden - nicht weil man seine sammlung von ehefrauen da oben hat - sondern weil haaa die mundartausprache für heu ist - und rem ein dialektwort für ein holzgerüst - für eine bestimmte holzfläche - das hängt von der wortherkunft mit der wurzel von rahmen zusammen - rahmen bedeutete auch ursprünglich nur ein holzgerüst - und rem ist genau das gleiche - und a haareem ist irgendein holzgerüst - ein holzboden in der tenne wo man also haaa = heu aufbewahrt - a harem aus owabaian für den heuboden - Zitat-Ende Wohl eher von Horreum = Speicher, Lager, Magazin; bleibt anzufügen, Mr. Prof. Dr. Ä. Rowley ist Nachfolger von Altnazi Prof. Eduard Kranzmayer und dem Dudenpreisträger Prof. Dr. em. Ingo Reiffenstein ... Univ.-Prof. für Ältere deutsche Sprache und Literatur mit bes. Berücksichtigung der germanistischen Sprachwissenschaft).

    Wikipedia definiert Beisl: Laut Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich stammt der Begriff vom tschechischen "pajzl" ab, was so viel bedeutet wie Kneipe oder Spelunke. Es handle sich um eine verkleinernde Kurzform des Hauptworts "hampejz" - mit den Bedeutungen "Hundehäuschen, Kegelbahn", später auch "Bordell". Andere Möglichkeiten sind von Jiddisch bajiss (Haus), als auch als österreichisch-dialektaler Diminutiv zu dem im ganzen deutschen Sprachraum verbreiteten Wort Beize sein. ... Zitat-Ende

    Resümee: Aus meiner laienhaften Sicht der Dinge, möchte darum doch noch einmal deutlich darauf hinweisen, Österreich wurde nicht von Bayern aus besiedelt, sondern ganz Bayern und ... vom römischen Österreich aus und das "Beissl" stammt wohl eher vom römischen Basellae ab = Lager im Keller, worauf die Fässer liegen.

    Mit keltisch-römischen Grüssen aus dem Hiberna-Hiawan bei D 85072 Eichstätt meine Hinweise an div. österreichischen Universitäten und an den ORF waren bisher erfolglos ... in den Papierkorb werfen nützt nichts, das Problem -auch die Österreicher sind keine Germanen- bleibt wohl und wächst sich aus.

    Fragen dazu? Antworten ... sehr gerne,
    Mit keltisch-römischen + nachbarlichen Grüssen aus D 85072 Eistetensis civitas
    Rupert Stadler,

    Roms zur Zeit wohl effektivste Waffe, mehr als 810 MB: www.boari.de
    The Romans currently most efficient Wapon over 810 MB: www.boari.de
    nostra aetate quasi arma efficacissima Romanorum antiquorum: www.boari.de = Citizen Scientia