Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Spottnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Glaubt man den Germanisten dann haben die Köschinger einmal einen alten Mantel geflickt...
  • Quelle F.J. Bronner 1911: Kösching Mantelflicker.

    "Vom Alten sollst du behalten, wass gut ist und schön ...
    Man muß aber auch mit der Zeit und Mode geh'n ..."

    So und noch ein wenig anders dachte auch ein ehrsamer Bürger und Ratsherr im Markte Kösching bei Ingolstadt und kaufte sich einen neuen Radmantel, weil der alte, den er schon ein Menschenalter und vor ihm bereits sein Vater getragen hatte stellenweise zerrissen war. Als er aber den neuen Mantel hatte, paßte er ihm nicht so gut und er fand dies und jenes daran auszusetzen, wie es ja manchmal geht, daß einem ein neues Kleidungsstück anfangs fremd und unbequem vorkommt, während einem anfangs fremd und unbequem vorkommt, während einem das alte, da man gern und lange getragen hat zum lieben, vertrauten Kameraden wird, von dem man sich kaum trennen mag. Unser Ratsherr wußte also dem alten Mantel vieles zum Lobe, dem neuen alles zum Tadel. Er glaubte, der Schnitt sei nicht so gut, daß Tuch von minderer Qualität u. s. s. u s. s. Eines Morgens faßte er drum den herzhaften Enschluß, schnitt den neuen Mantel zusammen und flickte damit den alten aus. Und Zeit seines Lebens blieb der der felsenfesten Überzeugung, er habe seine Sache sehr klug gemacht, denn das Bessere sei immer der Feind des "nur Guten".
  • Wohl von mantellum = Gesichtsmaske, wie sie von Ala-Einheiten gelegentlich verwendet wurde + confligere = aneinandergeraten, kämpfen; Conflictatio = Streit, Schlacht; Conflictus = Streit, Schlacht, Scharmützel
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