Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Spottnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

LogoÖ ha brrr
  • Glaubt man den Germanisten dann haben die Kindinger schon einmal Heuschrecken gejagt.
  • Quelle F.J. Bronner 1911: Kinding, Die Heuschrecken. Die Heuschrecken sind possierliche Tierchen und allerorts haben die Kinder diese Grashüpfer gern. Nur die Buben von Kinding im Frankenjura mochten sie früher nicht leiden und konnten bitterböse werden, wenn man ihnen das Wort "Heuschreck, Heuschreck" zurief. - Vor langer Zeit einmal soll es nämlich zu Kinding Heuschrecken in furchtbarer Unmenge gegeben haben. Da die Kindinger duch die Insekten eine arge Beschädigung ihrer Fluren befürchteten, beschlossen sie, die Unheilstifter zu vertilgen. Mit Säbeln, Spießen, Dreschflegeln, Heu- und Mistgabeln zogen sie hinaus, metzelten, schlugen und stachen nieder, was sie davon erwischen konnten. Als sie im heißesten Vernichtungkampfe waren, rief plötzlich einer aus den Leuten: Haltet ein; es gibt so nicht aus! Ich weiß etwas Besseres! Wir treiben die grünen Teufel mit großen Blahen und Bettüchern in die Altmühl, dort müssen sie dann jämmerlich ersaufen! Sehr beifällig ward der Ratschlag angenommen. Doch auch dieses Verfahren werwis sich wenig erfolgreich. Die Heuschrecken schwirrten über das Wasser und als die Kindinger nach einiger Zeit nachsahen, hatte sie alle ihre Schädlinge wieder. Da gaben sie entmutigt den Vertilgungskampf auf.
  • Wohl eher von heiciarius = Treidler, Gespann, das Schiffe flußaufwärts zog; Schiffsknecht der am Seil ziehet = Heiciarius + recens = von Kräften frisch, ausgeruht; helciarius = Schiffzieher
  • Dazu der Flurname Gstad = statio = Stellung/Posten; statio = Schiffshafen, Schiffslände
  • ancora = Anker; ancorale = Ankertau; carina = Schiff
  • Quelle http://www.archive.org:Im Herbst 1749 kam diese seit langen Jahren unbekannte Landplage abermals über Franken und Bayern. In das Churbayerische brachen zwar grosse Schwärme ein, stifteten aber doch nur geringes Unheil, wiewohl sie, wohin sie sich setzten, hoch und dick über den Wiesen lagerten. Aus jener Zeit rauss der Spitzname für Einwohner von Kinding im Eichstädtischen, welche "die Heuschrecken" genannt werden, datiren. Die Bürgerschaft zog nämlich mit Spiessen und Waffen zur Vertilgung eines grossen Heuschreckenschwarmes aus. In der Gegend von Nürnberg zeigte sich damals von diesem Ungeziefer wenig, auch in der Bayreuther Gegend beobachtete man es nur in einzelnen Vorkommaissen, dagegen kamen im September ungeheure Schwärme im Ochsenfurlher Gau an und schickten sich an, die eben keimende Wintersaat zu zerstören.
  • Der Name ist 900 als Chunimuntinga, 1231 - 1234 als Chumtinge, In den Regesten der Bischöfe von Eichstätt 1300 Mai 20. = ... Hainrich der shuster von Chumthinge ... , 1326 als Chumting, 1427 als Künting und 1801 als Kinding bezeugt. Wohl von munio = mauern; munire = schanzen, befestigen; communire = stark befestigen; munio = mauern. Munitio = Schanz, Befestigung. Kirchenpatrozinium Mariä Geburt
  • Link Zurück zu den Spottnamen, bitte die Ochsen anklicken.
  • © 2011 - by www.boari.de