Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Spottnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Glaubt man den Germanisten dann haben sich die Dietfurter einmal wie die Chinesen aufgeführt.
  • Quelle F.J. Bronner 1911: In einem grünen, etwa 1/2 Stunde breiten Jurabecken, wo sich der Ludwigs-Donau-Mainkanal mit der trägen, braunen Altmühl vereinigt, liegt ein wenig abseits vom großen Weltverkehr das oberpfälzische Städchen Dietfurt. Der altertümlich stille Ort mit seinen Ringmauern und Türmen erinnert noch stark an die Eigenart früheren deutschen Bürgerlebens und seines ruhigen steten, für sich abgeschlossenen Wesens. Wie etwas verschlafen sieht das Städtchen aus, als wollte es sich erst die Augen ausreiben. Im nachbarlichen Volksmund hat das mauerumgürtete Dietfurt den Spitznamen "China" und seine braven Bewohner werden "Chinesen" genannt. Diese boshaften Neckbezeichnungen sollen aus der Zeit des Gnaden Landrichtertums stammen und auf folgende Weise entstanden sein: Ein fremder Handwerksmeister wollte sich zu Großvaters Zeiten, als es noch keine Gewerbefreiheit gab, in Dietfurt ansässig machen und bewarb sich beim Magistrat um die Konzession zur Ausübung seines Gewerbes. Der Stadtrat aber, ängstlich darauf bedacht, daß die Zahl der Meister eines Gewerbes sich nicht zu sehr vermehre, schlug dem Manne, der ja auch kein Da-iger (= Ortseingesessener) war, das Ansehen rundweg ab. Als er sich hiewegen bei der vorgesetzten Behörde bescherte, soll der betreffende Beamte ausgerufen haben: "Ach ja, die Dietfurter lassen keinen Fremden in ihre Mauern, die schließen sich ab wie die Chinesen ! ...
  • Wohl eher von cinearius = Sklave, der die Frisiereisen in glühender Asche erhitzt; Frisör
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