Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen
Velburg
  • Quelle BLfD 03/12: Das Ensemble Velburg ist ein noch heute klar ablesbares Beispiel für eine systematische Stadtgründung des 13. Jahrhunderts, die im Zusammenhang mit einer bereits früher bestehenden Burg stand.
    dto.: Bering der Anlage vollständig zu erkennen, Teile der Mauern, Fundamente des Nordtores und Bergfrieds aus spätromanischer Zeit erhalten, ebenso Reste des Tores an der westlichen Ringmauer, wohl 16. Jh.
  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Velburg (Parsberg) urk. Quellen z. bay. u. deutsch Gesch. I S. 199. Schenkgsb v. Obermünster n. 90, Anfang d. 12. Jhrh). Veleburg, Hai 333 (a.1129) Velburc, MB n. 191 (a.1293-97) Velburch, zur Waldburg, nicht mit Ku 1020 gute, sichere Burg (ags. faele gut, afries. veil = sicher!); vgl. Vehlberg; zum gleichen Stamm wie Velburg auch Altenveldorf b. Velburg, H. V. v. Oberpf. 5, 71 Veldorf (Salbuch Ottos d. Erlauchten).dazu auch: V e l d e n (Herrieden) urk. Hei 221 (a.1058 Abschr. 18. Jhrh.) Velden, Foe I, 865 (a.1000) Veldun gehört wie Velden b. Hersbruck (urk. Hai 106, a. 912, Abschr. 18. Jhrh. Feldun) zu ahd. feld, zu den Feldern, zur unbewaldeten Fläche.
  • F.X. Buchner HSB 34: Velburg Beschreibung u. Geschichte der Ruine s. Kunstdenkm. Bay., Bez. Parsberg 234-239.
  • HSB 38: Vehlberg (b. Weinberg n. Feuchtwangen) auch Wehlberg, vgl.`den Waldnamen vele (Waldberg), ev. *fel = Hochebene (Plateauberg) oder ags. fel = rauh; vgl. auch Velburg.
    BLfD 03/12: Mittelalterlicher Burgstall, auf dem Burglersberg.
  • HSB 46/47: Pfarrort Velburg (Joh. B.), bis 1574 Filiale von Oberweiling.
  • Zahlreich sind in dem bergigen Gelände Ortsnamen, die auf das Rittertum hinweisen. Der hohe Prozentsatz von Wüstungen ist kennzeichnend für ihre späte Entstehung; bei Velburg ist die Gründung im 12 Jh. urkundlich erwiesen (vgl. oben bei Velburg und Altenveldorf).
  • dHSB 50: An der Spitze der -dorf steht "Altdorf", ein Name, der im Bistum Eichstätt dreimal begegnet: die alte Pfarrei Altdorf b. Titting, die Spätpfarrei Altdorf-Stadt b. Nürnberg und Kd. (BMV) Altendorf b. Mörnsheim [das vielleicht das alte Mörnsheim war; als Schloß und Markt Mörnsheim mit Pfk. S. Annae angelegt wurde, übertrug man den alten Namen auf die neue Marktgründung und bezeichnete das alte Mörnsheim als "Altendorf"; vgl. Altenveldorf gegen Velburg = Neuveldorf; daran reihen sich die -dorf, deren Bestimmungswort die Lage (am Wasser, Berg u. a.) angibt und die den Lagenamen nahestehen (8./9. Jh.); diesen folgen die mit Pn gebildeten -dorf-Orte (9. Jh.). In die Zeit des Hochmittelalters, in das Jahr 1278, fällt die Gründung von "Neudorf" b. Pappenheim durch die Grafen von Pappenheim.
  • Flurnamen: Peint; Das untere Haag; Bei den drei steinernen Jungfrauen; Im Graben; Sauschneideracker; Quiger; Sperlberg; Am Finkenherd; Eselsweg; Galgenbüchel; Beim Mattheis; KunzenLoch; Ehegarten; Auf der Blom; Gughof; Eichelberg; Mühlweg; gefunden: Velburg. Die Geschichtsschreibung gibt Aufschluss darüber, dass früher eine Reihe von Kulturdenkmälern vor allem Kapellen, Feldkreuze und Marterln in und um Velburg bestanden haben. Belegt ist dies auch in den Geschichtsschreibungen des früheren Velburger Stadtkaplans Ignaz Brunner zum Schloss und der Stadt Velburg. Ehegärten; Beim Kalkofen; Am Vogelherd; Bierweg
  • Wohl von veles = Plänkler; velitor = plänkeln; burgus = Burg; veles = leicht bewaffneter Soldat; Quiger

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