Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen
Töging im Altmühltal
  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Toeging, Schloß der Schenken von Töging. Beschreibung und Geschichte s. Kunstd. Bay., Bez. Beilngries 153. Hademar und Werner v. Teg. 1122. Adalbert und Marquard 1129. Heid. 311. 334. Heinr. u. Sigebot v. Tegeningen 1131. Babo u. Gebh. 1143. Hartnit, Heinrich u. Sigbot 1144. Rudolf, Heinrich und Gotebold 1166. Rudolf, Gotfried und Gumbrecht 1194. Ulrich 1198. Heid. 340, 364. 366. 442. 500. 511. Albert Schenk 1250. R 4, 751. Berthold Schenk 1253. R 3, 30. Heinrich 1272. R 3, 403. kauft 1304 Arnbuch. HVO. 4,193. Gebhard 1370. R 5, 178. Heinrich 1320. R 6, 3. Ulrich 1317-1372. R 5, 358. 9, 274. +1387. Kunstd. B., Beilngries 135. Ulrich, d. J., Gattin Elisabeth 1386. R 10,195. HVNeum. 1,30. Sein Sohn Mathes, Gattin Magdalena 1404 bis 15 hat den Burgstall Töging mit Zubehör, ebenso Oberhaunstadt und Etting R 12,130. 202, HVNeum. 1, 32. Gregor Schenk v. T. mit Oberhaunstadt und Etting belehnt 1432. R 13, 230. 242. Buchner, Inventare 96. Hartung v. T. Abt Von Plankstetten 1304-20.
    Toeging Ein zweites Schloß abgegangen bei der Peterskapelle Priefer 1602. ĄDen Markt hatten früher die Schenken und vor ihnen die Herren von Angelberg, die nicht weit von der Peterskapelle ein Schloß bewohnten, von dessen Söllner aus man in die Kapelle herübergehen konnte. Noch jetzt redet man vom Angelgraben, der dieses Schloß umgeben hat." Die anstoßende Wiese heißt z. Z. Angelwiese. Ein Gebhard, Angelberger zu Töging 1380. R 10 50.
  • Quelle BLfD 04/12: D-3-6935-0111 Archäologische Befunde und Funde im Bereich der Kath. Friedhofkirche St. Peter in Töging, darunter die Spuren von Vorgängerbauten bzw. älteren Bauphasen der Kirche und ein abgegangener mittelalterlicher Adelssitz.
  • Die Siedlungsnamen des Bistums Eichstätt von Dr. Michael Bacherler (1924).
    Töging (Beilngries) Gund. P IX 247 Tegeningen, ebenso Hei 259 (a.1080), 340 (a.1131, Abschr. 1514), Hei 442 (a.1166, vid. 1527) Tegenyngen, MB 11. 49 (a.1245) Tegningen, ebenso 58 (a.1253), Lefflad 909 (a.1305) Tegingen, Su 13 Teging, Sippensiedlung des Dagino, Tegino (ahd. dag = Tag, Helle, Glanz), nicht mit Ku 289 des Degan, Degenhart, Degenbold.
  • HSB 45: Töging Pfk. S. Barthol. (seit 1602 Pf.), Gund. Tegeningen, zu Pn Tagino (392) [im Seitental nördlich der Altmühl Otmaring s. Teilgeb. III B]
  • HSB 45, Ortsnamen auf -berg: *Angelberg, Name der 2. Burg in Töging, zu angel Winkel
    KommentarWohl eher von agelus = Bauerngütlein
  • HSB 45, Pfarrorte: Töging (Barthol.), bis 1602 Fil. von Kottingwörth; Kirchweihe c. 1060.
  • HSB 45: *0edhof abgeg. bei Töging, j. Fln. (nicht identisch mit jenem bei Kottingwörth), d. i. Einödhof.
    KommentarWohl eher von otio = in Ruhestand sein.
  • HSB 45: Von den 22 "echten" - ing-Orten besitzen heute 20 Kirchen (mit vielen Kirchweihen vor 1100), 14 Pfarrkirchen. Davon war indes Töging bis 1602 Filiale von Kottingwörth,
    Kommentar Wenn schon -ing, dann eher von incola = Bewohner, Einwohner besser inquilinus = eingewanderter Bürger;
  • HSB 45: Betrachten wir die heutigen Pfarrkirchen des Gebietes und suchen wir festzustellen, welche alte Pfarreien sind d. h. solche, die um 1200 Pfarrkirchen besaßen, und welche als Urpfarreien (um 1000 bereits - Pf.) gelten dürfen? Die Namen der vermutlichen Urpfarreien erscheinen in der folgenden Liste in S p e r r druck: K o t t i n g w ö r t h (Vitus) Kirchw. c. 1183; die Pf. ist Stiftung der Grafen von Hirschberg; Filialen; Leising, Dietfurt, Paulushofen, Hainsberg, Ottmaring, Töging und Amtmannsdorf.
  • HSB 50: Das Bistum Eichstätt weist deutlich drei Hauptgebiete mit alten, von Pn herrührenden -ing-Namen auf, nämlich das Wörnitzgebiet im Südwesten, den Rand des Donaulandes im Südosten, das Flußsystem der unteren Altmühl im Östen. Im Osten rückte nach dem Bild der -ing-Orte der bayerische Stamm von der Kelheimer Gegend aus die Altmühl und ihre Zuflüsse entlang vor und besiedelte bei dieser Landnahme die ing-Orte. Bei der Enge des Altmühltales sind es nicht viele, Affecking, Gundlfing, Essing, Deising, mit Töging betreten wir das Gebiet der Diözese Eichstätt und hier liegen im Altmühltal selbst Pfd. Töging, W. Grögling (K. S. Joh. et Pauli), W. Leising (K. S. Michaelis), Mkt. Kinding, Kd. Ilbling; Kd. Böhming, Pfd. Gungolding, Pfd. Walting, Kd. Inching; W. Eßlingen, St. Treuchtlingen; in einem Seitental bei Töging liegt Kd. Ottmaring.
    KommentarSiehe auch -ing-Orte.
  • HSB 50: I Vierhausen abgeg. bei Töging (1595 (Hist. Ver. f. Oberpfalz 50, 36).
    dto.: sowie das bei Töging abgeg. *Vierhausen (unbekannt, ob im Tal oder auf dem - Berge gelegen.
  • HSB 50: *Hausell b. Töging, vielleicht das jetzige jetzige "Ödhof" (1489 Scherlein p.131).
  • Kommentar Die Schenken haben wohl keinem germanischen König oder Kaiser Wein oder Wasser eingeschenkt, sondern stammen von den römischen Ratsherren ab. These: Schenk wohl von Senatus consultum = Ratsbeschluß, Ratsverordnung; consulo = sich beraten = auch die Verwaltung war wohl straff gegliedert bei den alten Römern. senucalum = Sitzungssaal des Senates; nobili genere natus = aus vornehmen Geschlecht; senatorium consillium = Richterkollegium aus Senatoren.
  • Flurnamen/Straßen: Am Anger wohl von angaria = röm. Poststation; Ödhof wohl von otio = in Ruhestand sein; Arcella ist eine kleine Burg, wo auch immer um den Arzberg herum.
  • Stoffsammlung JB: Tego, tegere = decken, bedecken, beschützen, verbergen; Tegularium = Ziegelhütte; Tegumen = Dach, Schutz, Bedeckung; Toga = langer Rock den die alten Römer in Friedenszeiten trugen; Toga = Friedenszeit, Frieden; Togatulus = der einen langen Rock an hat. Togatus = mit einem langen Ehrenkleid oder Ehrenrock angetan.
  • Töging liegt ca. 13 km nördlich vor dem Wachtposten WP 15/21 des römischen Limes.
  • und dann gibts in Töging noch den Pfeiferjahrtag (dapifer?) und die Schecken. Letztere wohl von (JB) Scena = Hütte, darin sich die Comodien-Spieler üben. Schauplatz, Schaubühne. Scenalis = zum Schauspiel gehörig; Scenice = Comodischer Weiß. Einer der Schecken gehört zum Hausnamen Kohlbaua = wohl von colere = den Acker bestellen, bewirtschaften. Salve an die Römerinnen und Römer in Töging.

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