Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Wikipedia: Die Schutter entspringt in Wellheim im Landkreis Eichstätt am Westfuß des 50 Meter hohen Galgenberges, eines Umlaufberg-Restes. Die Karstquelle des Weißjura liegt in einer Höhe von 395 m ü. NN. Weitere Quellen in Wellheim verstärken den Bach. Der Name leitet sich ab von keltisch "scutar-a" = sandig-schlammiges Gewässer.
  • Quelle Dr. M. Bacherler: Die deutsche Besiedelung der Diözese Eichstätt: Schutter Nebenflüsschen der Donau b. Nassenfels, vergl. vicus Scuttarensium (=Nassenfels) b. Vollmer, inscr. Bav. n. 243 vik. Scu(t)t, Foe II 2, 797 (a.918) Scutara (a.1002) Scutara von vordeutsch *skut abfließen, unmöglich mit Ku 139 zu mhd. schot = unrein, schmutzig.
  • .. allderdings ist im gesamten Internet dieser "keltische" oder vordeutsche Name nicht nachvollziehbar.
  • Wohl eher von Scatebra = Quell, Brunn; Scaturigniosus = voller Brunnen-Quellen, sumpficht. Scaturigo = Quell, Brunnen, Quell-Ursprung. Scaturio = aufwallen, herfürquellen, entspringen. Scutela = Schüssel; Scutela = Schildlein, das ist, die Rinden mit dem Aug, so man aus einem Baum nimmt, in einen anderen einzupfropfen. Das würde Sinn machen, quasi römische Baumschulen (mildes Klima) entlang der Schutter, in der Obstbäume vervielfältigt wurden. Der hierfür übliche Flurname ist "Tala" o. ä. wohl von talea = Setzling, Steckling, Steckreis. Gibt es auch solche Flurnamen entlang der Schutter? Das Wort Tal stammt wohl eher von talea.