Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Rosental (b. Eichstätt) wird gewöhnlich als Leprosental gedeutet; auf Hohmanns Karte des Fürstent. Eichstätt 1730 ist es verzeichnet als "Jägerhäus"; als das Gebäude in Privatbesitz überging, würde darin eine Bierwirtschaft eröffnet, welche eine Rose im Wirtshausschild führte.
  • Quelle dto. Nachtrag: Rosental (b. Eichstätt) die übliche Deutung Leprosental ist unzutreffend; Stein cod. diplom. Eystet. II nr. 154 p. 247 (Ordinariatsarchiv Eichstätt), bringt die Abschrift einer Urkunde, in der Papst Bonifaz IX. im 12. Jahre seines Pontifikats (also 1401) die Gründung, des Leprosenhauses und der dabeistehenden Kapelle durch den Eichstätter Bürger Heinrich Probst bestätigt und das Patronatsrecht über die Kapelle den Bürgern von Eichstätt überläßt; da nur beim Siechhof von Eichstätt sich eine Kapelle befindet, kann die domus leprosorum nur der Siechhof (Sieghof) sein, nicht das Rosental.
  • Stoffsammlung: Rasis eine Art rohes Pech, verwandt mit resina = Harz
  • Das im o.a. Kartenausschnitt eingetragene Parkhaus (parochus) darf nicht mit einem Parkhaus für Autos verwechselt werden. Zu den benachbarten Flurlagen Lazarett und Ludertal, siehe Flurnamen Eichstätt