Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Die deutsche Besiedelung des Bistums Eichstätt HSB 45 1930
  • Quelle Dr. M. Bacherler:3. Kulturnamen. Rodungsnamen:
    Engelreuth E., b. Ettenstadt, 1274 Engelriut, zu Pn Angilo (108); Rabenreuth W., Pf. Alfershäusen, 1291 Rabenriute, Pn Rabo (1200), Kolbenroüte 1137, j. Kolbenhof, Pf. Alfershausen, vgl. mhd. kolbe Kolbe, dicker Stecken. - Göllersreuth D. Pf. Thalmässing, 1489 Goldesreutt, zu Pn Goldin, Stamm Gold. -* Kreuth abgeg. bei Obermässing a. d. Schwarzach. -*Faulenriut 1330, abgeg. bei Seligenporten, vgl. Adj. fûl faul, feucht. - Rengersricht D., Pf. Seligenporten, 1273 Regenoldesreut, zu Pn Reginold (1238). - Ebenried Pfk. BMV, Gund. Ebenriut, zu Pn Ebo (436). - Reut a. W., Kd., Pf. Raitenbuch, vie1l. Gund. Riute. -* Reut bei Möning (Sammelbl. 38, 74). Niefang E., = Neufang, zu lang Umzäunung oder in den Wald ragende Zunge, Lichtung (auf dem Berge). - Göhren W. auf dem Berge b. Pappenheim, 1500 Gern, zu mhd. gere langgezögenes, dreieckiges Stück Land. -Geländer, Forsthaus im Schernfelder Forst; d. i. am Geländer, dem mit Stangen umfriedeten Land. - *Grubschwart abgeg. Haus im Raitenbucher Forst, 1500 Kropfschwarten, 1581 die Groppschwadten, zu schwarte (ma. schwadtn) grasbewachsene Ödung, gropp = grube (Erzgrube). - * Plens abgeg. bei Seligenporten-Möning, 1286 (RB 4, 296); unklar; (Gen. eines Pn?).
  • Quelle Dr. M. Bacherler, HSB 52/1937: Die deutsche Besiedelung der Diözese Eichstätt ...
    Die Diözese Eichstätt birgt 103 On auf -reuth, -richt (55 mit Pn 30 mit Gattungsnamen, 18 ohne Bestimmungswort), D. Brunnenreuth b. Ingolstadt (Teilg. I) ist erst im. 19. Jh. entstanden. Mehr als 2/3, nämlich 72, bilden ganz kleine Siedlungen (33 W., 18 E., 21 abg.) nur 3 sind zu Pfarrdörfern angewachsen, wo von 2 alte -Pfarreien sind (Ebenried nördlich von Freystadt und Fürnried südlich von Hersbruck); Städte oder Märkte befinden sich nicht unter den -reuth Die Bedeutung - dieser Rodenanamen ist also gering und diese geringe Bedeutung spricht für späte Entstehung der Orte.
  • Wohl eher von crates = handgefertigte römische Weidezäune, Viehhürden. Concratitius = aus Hurden gemacht, von Stecken geflochten. Siehe dazu auch Flurnamen Reit, Greid, Kreuz uam.
    Beispiel siehe Flurnamen Hemau