Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

LogoÖ ha brrr
  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Pruppach (Roth) RB, 13, 224 (a.1431) Pruckpach, Pruppach (n. Allersberg) RB 4, 296 (a.1286) Prugbach, Pruppach (b. Eschenfelden ) BA. Sulzbach vgl. ahd. bruoh Bruch, Sumpf, Sumpfboden.
  • HSB 46/47: Pruppach D., Pf. Schwand, 1431 Prukpach, Pruppach D., Pf. Pyrbaum 1286 Prugbach, ma. brouba, vgl. ahd. brog, mhd. bruoch Sumpf.
  • BLfD 12/13 - keine Römer
  • Flurnamen: Erbers Bügel; HolzÄcker; PfaffenWiesen; Hamperlesgarten; Hinckl; Kirchersloh; PointWiesen; PlechatHolz
  • Quelle Härdl: Eine rationelle Obstkultur war aber nur möglich, wenn man auch das Veredeln von Obstbäumen an Wildlingen lernte. Der bairische und österreichische Dialekt hat für die Tätigkeit des Veredelns den Ausdruck pelzen von dem lateinischen Wort pellis,-is = Haut, Rinde übernommen. Das entsprechende lateinische Verbum heißt impellitare, das sich in der weiteren Entwicklung zu impeltare verkürzt und "einrinden, in die Rinde einsetzen" heißt. Im Ahd. wandelt sich das Verbum zu "pelzôn" und im Mhd. zu "pelzen". in manchen Gegenden ist pelzen = setzen, pflanzen, während man heim Veredeln von Abpelzen spricht.
  • Wohl von propago = durch Setzlinge fortpflanzen (ma. broubba bzw. brouba) in Bayern 3 Orte dieses Namens