Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen
Pruppach
  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Pruppach bei Pyrbaum. Konrad v. Bruggebach 1265. R 3, 253, Wirnto, Gattin Kunigund, Tochter des Ritters Wernher Grül 1265, Heid.
  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Pruppach (Roth) RB, 13, 224 (a.1431) Pruckpach, Pruppach (n. Allersberg) RB 4, 296 (a.1286) Prugbach, Pruppach (b. Eschenfelden ) BA. Sulzbach vgl. ahd. bruoh Bruch, Sumpf, Sumpfboden. PLZ 91154)
  • HSB 46/47: Pruppach D. am Berghang, Pf. Königstein, ma. broubba, vgl. ahd. bruoh Sumpf, Sumpfboden (der am Rande des Ortes entspringende klare Quelle fließt durch ein sumpfiges Tal).
  • HSB 46/47: Pruppach D., Pf. Schwand, 1431 Prukpach, Pruppach D., Pf. Pyrbaum 1286 Prugbach, ma. brouba, vgl. ahd. brog, mhd. bruoch Sumpf.
  • BLfD 12/13 - keine Römer aber D-3-6733-0002 Benehmen nicht hergestellt, nachqualifiziert. Mittelalterlicher Burgstall.
  • Flurnamen: Herrenschlag; Burgstall; Kenkmichl;
  • Quelle Härdl: Eine rationelle Obstkultur war aber nur möglich, wenn man auch das Veredeln von Obstbäumen an Wildlingen lernte. Der bairische und österreichische Dialekt hat für die Tätigkeit des Veredelns den Ausdruck pelzen von dem lateinischen Wort pellis,-is = Haut, Rinde übernommen. Das entsprechende lateinische Verbum heißt impellitare, das sich in der weiteren Entwicklung zu impeltare verkürzt und "einrinden, in die Rinde einsetzen" heißt. Im Ahd. wandelt sich das Verbum zu "pelzôn" und im Mhd. zu "pelzen". in manchen Gegenden ist pelzen = setzen, pflanzen, während man beim Veredeln von Abpelzen spricht.
  • Wohl von propago = durch Setzlinge fortpflanzen (ma. broubba bzw. brouba) in Bayern 3 Orte dieses Namens

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