Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38, Die Ortsnamen des Bistums Eichstätt
    Pollanten (b. Berching) urk. Gund. P IX 247 Bônlanten Hei 754 (a.1249) Bonlant, ebenso MB n. 87 (a.1269), 185 [a.1292], 190 (a.1293) MB n. 108 (a.1280) Polant, 143 (a.1285) Polanden, 341 {a.1304) Ponlanten})183 (a.1292) dictus Bonlander, ansprechend Ku 265 zum Baumland, Land, auf dem Bäume stehen (ahd. boum, mhd. boum, bom, bon Baum, Stange); Foe II 1, 538/540 denkt an kelt. bonna Grenze; Solmsen, Indogermanische, Eigennamen als Spiegel der Kulturgeschichte, Heidelberg 1922 S. 84 will Namen wie Bonlanden bei Feuchtwangen in Bayern zu einem kelt. bon Grund und Boden stellen; für so kleine Siedlungen, deren Existenz in der kelt. Zeit nicht nachgewiesen ist, scheint mir Erklärung aus dem Keltischen nicht zwingend. Für den hier in Frage stehenden Ort paßt der Lage nach gut, auch Vergleich mit *bun, baon, bon (vgl. nhd. "Buhne" "Damm") flache Bodenerhebung, zum Land, Ackerland auf flachem Hügel.
  • Quelle HSB 46/47: Pollanten Pfk. S. Georgii, Gund. Bônlanten, d. i. zum Baumland (mhd. boum, bom, bon).
    dto.:Pollanten (Georg), Kirchw. c. 1060, herzoglich-bayer. Pf., die 1320 an das Kloster Plankstetten kommt.
  • Siehe auch Pollanden bei Alfeld nö. Altdorf
    HSB 46/47 Pollanden W., Pf. Alfeld, 1366 Ponlanten, ma. bollandn, zu boum, bom Baum.
  • Flurnamen: Zeiläcker: Geisäcker; Gidiholz
  • Wohl von polenta = Gerstengraupen