Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

LogoÖ ha brrr
  • Die Siedlungsnamen des Bistums Eichstätt von Dr. Michael Bacherler (1924): Nagelhof (Spalt), vgl. unter Sandeskron; nach Ku 865 Hof auf dem Hügel zu ahd. hnach Scheitel, Spitze, oberd. nock, knock Hügel; vgl. aber auch den Pers.-N. Nagal(o); tschech. nakel Moor, Sumpf, altslav. naglu jäh abschüssig, kommen für diese Gegend wohl nicht in Betracht.
  • Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen: Nagelhof, auf kleinem, steilansteigendem Hügel gelegen, daher zum demin. von ahd. hnach = Scheitel, Spitze,
  • HSB 38: Sandeskron, abg. Burg entweder an Stelle des Nagelhofes nw. Spalt, oder auf der sogen. "alten Burg", auf dem Massenberg n. Spalt, urk. Mon. Zoll. II n. 403 (a.1295) Sandeschron, 414 (a.1297) Sandescrone, vgl. ahd. crôni, gruoni grüner Rasen, zum Rasen-, Weideplatz des Santh - (Foe 1 1296 zu anord. sannr = wahr).
  • westl. ein Burgstall ohne Namen und BLfD-Nummer
  • Flurnamen: Mühlreisig von kelt. mullach = hoch und rasis = rauhes ungeschmeltzes Erz
  • Wohl von nucleus = Kern (Erz) + ofella = Stückchen (Erz)