Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen
    Bacherler, Michael. (1930)
    In: Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt vol. 45 (1930) p. 75-125
  • Für die deutsche Besiedlung des Raumes zwischen Altmühl und Hinterer Schwarzach ergibt sich aus den Ortsnamen folgendes Bild:
    Die älteste Gruppe stellen die -ing-Orte dar; sie sind alle im Tale gelegen und zwar in den größeren Flußtälern und an bevorzugten Stellen; sie sind alle bedeutendere Orte und Pfarrsitze; diese Namensform kennzeichnet den Weg der Landnahme der von der Donau her die Altmühl und ihre Zuflüsse entlang vordringenden Bayern. Diese Besitznahme der größeren Flußtäler darf in das 6. Jahrhundert gesetzt werden, da die Bayern um die Wende des 5./6. Jhrh. in das Donauland einwanderten.
    Die zweite Epoche umschließt die weitere Füllung der Haupttäler, die Besiedlung der kleinen`Bachtäler- und den Aufstieg in die guten Lagen der Hochfläche.
    Hieher gehören von den Siedlungsnamen jene auf -statt und -hausen, sodann -dorf und -hofen, von den Lagebezeichnungen die On der Wasserlage -ach, -wang, und -bach - (7.-9. Jhrh.). Die dritte Gruppe nimmt die schlechtesten Lagen des Tales in Anbau und erweitert das Siedlungsland auf der Hochfläche; es ist die Rodungszeit vom 9.-12. Jahrh. In diese Epoche fallen die Lage- und Kulturnamen auf dem Berg und am Wald, die kirchlichen Namen -zell, die Namen der Ritterzeit (außer Weißenburg) und die Rodungsnamen der späten Rodungsperiode.
  • dto. Nr. 52
    Daraus ergeben sich im großen und ganzen folgende Siedlungsgruppen und Siedlungsepochen: I: Besiedlung der Hauptflußtäler; von der Landnahme bis zum Anfang des 7. Jahrhunderts.
    On auf -ing, -heim mit Pn, altes -burg.
    II. Weitere Besiedlung der Täler und Anstieg auf die Höhe.
    Ausbauzeit; 7. und 8. Jahrhundert:
    -hausen, -statt (mit Pn), -heim ohne Pn.
    Namen der Wasserlage auf -ach, -rieden, -wöhr, -wang, altes -furt
    -hofen und -feld beginnen in dieser Epoche und setzen sich in der folgenden fort:
    III. Besiedlung vor allem der Hochfläche und weniger guter Talräume;
    1. Rodezeit; Ende des 8. bis gegen Anfang des 11. Jährhunderts:
    -dorf, -kirchen, -zell
    -heim (Holzheim, Forchheim u. ä.) -hausen (Richthausen, Thannhausen, Waldhausen, Dornhausen u. ä.)
    -bach -brunn, -berg in (in der Mehrzahl, -tal
    -buch, -lohe.
    IV. Besiedlung der ungünstigeren Berg- und Waldlagen;
    Ritterzeit und 2. Rodungsperiode; 10.-13. Jahrhundert:
    -burg, -stein; -eck, -fels, -schloß
    -au, -see (ohne Pn) -hüll
    -berg (späte), -bühl, -tal (jüngere Schicht)
    -hart, -holz, -thann, -lohe (späte)
    Rodungsnamen - reuth, -schwand, -fang, -peunt
  • dies alles gilt bereits als überholt!!!