Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Die Siedlungsnamen des Bistums Eichstätt von Dr. Michael Bacherler (1924): Krumpenwinn (Velburg) Buchner, Archivinv. d. kath. Pf. in d. Diöz. Eichstätt, München-Leipzig 1918 S. 613 f., a.1455 Kinterwind, Küntenwind (Wildweide, zu kunter = wildes Tier), a.1615 Krumpenwindt (Rieder, Die pfalzneuburg. Ldsch., Zusätze z. 1. Forts. S. 201) vgl. ahd. krumb krumm, gekrümmt, winithi Weidefläche, an den gekrümmten (schrägen) Weidenflächen,, Ku 797 zu den krummen Wenden (in der Nähe ist Breitenwinn) vgl. Brodswinden. 2012 TÜ Hohenfels
  • Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen: *Scheckenreut genannt 1326; (Graf, Helfenberg S: 31), Hof, abg. zwischen Krumpenwinn und Velburg, vgl. schecken = schacher kleines Gehölz.
  • HSB 46/47: In On mit einem deutschen Pn -winden (z. B. Arnoldswinden) erblickte Foerstemann nicht den Volksnamen "Vinden", sondern setzte as. winithi "Weideplatz" als Grundwort an und diese Erklärung stützte Christof Beck (1913). M. Bachmann dagegen verteidigt (unter Zustimmung Schreibmüllers [s. oben]) für die mit Pn gebildeten On -winden. die früher allgemein geltende Ansicht, welche in diesen Orten Niederlassungen von Wenden sieht. Für die ohne Pn gebildeten On -winderi (wie Breitenwinn, Krumpenwinn) empfiehlt sie, Herleitung von -widem "Widmung, Schenkung", was - aber deshalb abzulehnen ist, weil = widem als Grundwort in On nirgends belegt ist. Entweder betrachtet man einfaches Winden als ursprünglichen Namen (= bei den Wenden) und Breiten = als spätere Beifügung öder man setzt winithi Weideplatz als Grundwort an.
  • Stoffsammlung: per vindictam, Freigelassene