Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Gefunden auf konzell.de: Flur- und Hausnamen entspringen nicht dem Gutdünken, sie sind gewachsen mit dem Werden des bäuerlichen Besitzes und deren Inhaber. Flurnamen wie Pointen, Quanten, Leithen und Breiten stammen aus frühester Rodungszeit. Die Point war wohl immer der erste, hofnahe Grund; für das unentbehrliche Kraut und für das Futter der im Stall verbleibenden Tiere, stets günstig gelegen, wie auch der Siedlungsplatz und meist eingezäunt. Beispiel: Die Point (Point) bei der Haid. Die nächsten Rodungsflächen waren wohl die Leithen und Breiten, jene leicht zu bearbeitenden, nur mäßig geneigten Hänge, tiefgründiger als das steinreiche bergige Land und möglichst auch in Siedlungsnähe. Beispiele: Die Schmelmer Leithen, die Gänsleithen, die Kreuzleithen, die Hinter Leithren, die Hohe Leithen, die Buchenleithen, die Krähnleithen, die Ebene Leithen. Quanten oder Quantl konnte einfach die Ackerflur bedeuten; wo aber bei Gemeinschaftssiedlungen die Gewannflureinteilung in Frage kam, bedeuteten die Gewanne die Gwandten, den Feldanteil des einzelnen.
  • dazu: Pointen/bona = Hab und Gut + donatio = Gabe,(Ehren-)Geschenk; Quanten/quantum; Leithen/Leiter (Gaelic), the side of a hill; Gänsleithen/gens; Kreuzleithe/crates; Ebene/Emeritii; Gwandten/ genero veno do = an jemanden verkaufen
  • Weitere Flurnamen: Kellerholz/gal. coil = Wald; Arnstein-Äcker; in Hof = Tiergarten/irigatio = bewässern
  • In Kasparzell 08/13: D-2-6842-0001 Burgstall des hohen Mittelalters.
  • Die Arnstein-Äcker haben sich wohl aus arena + asto = empor ragen; Arena = Sand, Kampfplatz, Fechtplatz; Arenatum = Mörtel; Mauer-Pflaster;
  • Kasparzell kommt wohl von Casa + pala + excella = Erzförderung; Locellus = kleiner Ort