Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Kattenhochstatt (Weißenburg) Englert, Gesch. d. Grafen v. Truhendingen, Würzburg 1886 reg. 230 (a.1294) Hohenstat, Scherlein reg. term. p. 250 (a.1489) Hohenstatt, zur hochgelegenen Wohnstätte; Su 78 Katzenhohenstat, Popp, Matr. des Bist. Eichstätt 1836 Katzenhohenstadt, Ku 531 Katzenhochstadt, zur hochgelegenen Wohnstätte des Cazo, Katzo, ahd. quedan = reden, anord. katr = fröhlich); Pf. Seiler spricht bei Miedel; Weißenburger Heimatbücher 1(1921) S. 28 die, weil der Ort in der Senke zweier Berge liegt, nicht grundlose Vermutung aus, der Name gehe auf *Kadalhohistat zurück, d. i. zur Wohnstätte des Chadolhoh (der in einer Schenkungsurk, vom 24. 7. 1035 betr. Pappenheim, Dietfurt als Zeuge genannt wird); aber das Fehlen des Zusatzes Katzen-, Katten- in den älteren Belegen spricht nicht für diese Annahme; viell. aber enthält dies Hohenstat nicht das Adj. "hoh", sondern den Pers.-N. Hoho (Foe I 800), ev. Haho (Foe I 782) (zur Wohnstätte des H.); Katzen-, Katten- dann späterer Zusatz zur Unterscheidung von Oberhochst. zu Pers.-N. Cazo oder (zu kât, kôt) entstellt aus kotig, köttig "feucht, tief gelegen" (zum tief gelegenen Hohenstatt).
  • HSB 45: Oberhochstatt Pfk. S. Martini, 899 Hohenstat, d. i. viell. zur hochgelegenen Wohnstätte (viell. zu Pn Hoho, vgl. Foe 1 800); Ober- = beibenannt im Gegensatz zu Kattenhochstatt Pfk. S. Magni, 1480 Katzen-, d. i. das geringe, kleine Hochstatt.
  • HSB 45: Pfarrkirche Kattenhochstatt (Magnus), Kirchweihe ca. 1182, bischöf. Pfarrei.
  • HSB 46/47: Kattenhochstatt Pfk. S. Magni, 1480 Katzenhohenstatt (ebenso 1836), gegen Oberhochstatt (Teilgeb.II) Katzen- beibenannt (viell. zu katze im Sinne von klein); zu Hohenstat vgl. Teilg. II Oberhochstatt.
  • Stoffsammlung:
    Quelle Prof. Dr.Josef Schnetz/Prof. Dr. W.A. von Reitzenstein, beide Bayerische Akademie der Wissenschaften : Ungeklärt sind die Namen Katerholz, Katerloh, Ketterloch. Katzerlaicha bei Kloster Indersdorf, Kaderla, die mit der männlichen Katze kaum etwas zu tun haben.
    Quelle Vollmann: Ungeklärt sind die Namen Katerholz, Katerloh, Kätterloch (im 12. Jahrh. Katerlochi, Cattalaich), Kaderl, die mit der männlichen Katze kaum etwas zu tun haben. Katzenholz, = Loh u. a. sind wahrscheinlich nach Wildkatzen benannt.
    Quelle Eberl: Kader- in Kaderloh usw. = Gehader?; zu Hader = Streit?
    Quelle Dr. Buck: ... ein bayer. Kätterloch heisst im 12. Jahrhundert Katerlochi neben Cattalaich. ... Ortsteile von Markt Indersdorf ... Kattalaich
    Internetquelle: http://www.tara.tcd.ie/bitstream/2262/3921/1/jssisiVolXII263_294.pdf
    CAHER, CAHIR. - CAHER, CAHIR are anglicised forms of the Irish cathair or cathaoir, "a city" or "stone fort". This word gives the name to several Townlands, while many others commence with it, such as Cahergal, cathair geal, "white caher or stone fort". Cathair is also found in the Gaelic of Scotland, as in Carlin, "the fort at the pool" (Orkney). There is an old word in Manx, caayr, which signifies " an abode", "dwelling-place" or "city". Compare Welsh caer, Cornish caer, and Breton kear and ker.
    Mit Hilfe des BayernAtlas findet sich ein besonders schönes bayrisches und "passendes" Beispiel ... Name des Ortes "Katterloh" und gleich daneben eine wohl eine keltische Viereckschanze. Aus Flurnamen im Dialekt lesbare "Vor"-Geschichte
  • Zwischen der Römerstrasse im Norden und Kattenhochstatt die Stockäcker. Hat wohl nichts mit Baumstöcken zu tun, sondern viel eher mit stockade = befestigter Handelshof. A stockade is an enclosure of palisades and tall walls made of logs placed side by side vertically with the tops sharpened to provide security. Stockade fortifications were simple forms of defense of military camps or settlements, used since ancient Roman times and earlier. The troops or settlers would build a stockade by clearing a space of woodland and using the trees whole or chopped in half, with one end sharpened on each.
  • Die Gänswiese hat ihren Namen wohl von römischen gens, gentis = Sippe/Familie und am Zwerchacker dürfte der römischen Göttin des Ackerbaues Ceres, Weihrauch mittels acerra = Rauchpfanne geopfert worden sein. Hinter den Gärten