Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Mail vom 12.08.18
  • Die bayerische Staatregierung hat wenige Wochen vor der BayernWahl offensichtlich ein "National"-Problem, sprich ein Problem mit Germanen und deren "kulturellem Erbe" oder der keltisch-römischen Realität in Bayern.
    Sehr geehrte/r Lesier/in dieser Zeilen, dafür verantwortlich, der Ministerpräsident des Freistaates Bayern Herr Dr. Markus Söder. Verursacher des National-Problems, der Förderer germanischer Kulturen ala Imperator Germanorum, Staatsminister und Top-Germanisierungsbeauftragter Herr Bernd Sibler.
    Die Regierung des Freistaates Bayern hat offensichtlich ein Problem mit den sogenannten "Nazis", diese haben mittlerweile aus Nazi-Germanen - durch Entfall des Worte National - nur noch einfache Germanen gemacht ... und als solche dominieren sie die Geschichte Bayerns vor allem in den Fußnoten. Aus National-Sicht --- gotisch, germanisch, althochdeutsch nur unter keinen Umständen keltisch oder römisch.
    Niemand kann das "Germanische" in Bayern bestätigen ... es sei denn, er lügt und damit sind wir bei der Realität ... oder der sogenannten Germanenlüge ...
    Zitat Eichstätter Kurier 23.05.17: Professor Dr. Ferdinand Kramer, Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte, erläuterte die Bedeutung der Ortsnamen als kulturelles Erbe. ... und leibhaftiger Lehrstuhlinhaber an der LMU für Bayerische (= germanische) Landesgeschichte ...
    HONB Eichstätt Seite 31: Dem ON liegt bair: ahd. '"pipurc, eine Zusammensetzung aus ahd. bi- um herum 28) und burg = besiedelter, befestigter Ort 29) zugrunde mit der Bedeutung = Umwallung, Ringburg 30), vgl. got. bibaurgei(ns) = (befestigtes) Lager, was oft auf die Existenz von vorgeschichtlichen Anlagen hinweist 31). Tatsächlich befindet sich westlich von B. in der Flurgem. "Im Gschanz" eine spätkeltische Viereckschanze 32) Zitat-Ende.
    National-Idelologie: Prof. Dr. W. A.Freiherr von Reitzenstein: Das angesetzte Wort lässt sich auch eine gotischen Beleg zurückführen, der utana bibaurgeinais lautet und außerhalb des Lagers bedeutet. Boari-Kommentar: Ein gotisches "bibauergei" = befestigtes Lager, wie noch im 3. Reich propagiert, scheidet wohl aus, da hier im Bistum Eichstätt keinesfalls vielerorts gotische Stämme sesshaft waren. Dann hätten die Gotinnen allesamt ur-bayerische Männer heiraten und ihren Kindern von den alten Goten erzählen müssen. Sonst wäre doch der Orts-Name "Biburg/Bibaurgeinais" schlichtweg vergessen worden. Boari-Realität ... als die Römer das Land eroberten, sahen sie bei bei Laibstadt (labi stadio, 8 km nw. vom Limes also im fiktiven GermaniaMagna) eine verfallene Wehranlage und bezeichneten sie als "labi burgos" daraus wurde "Bi-burg".
    HONB Eichstätt Seite 59: Egweil ... der Name kann daher wohl auf eine römische Siedlung hinweisen, anderseits begünstigt das Kirchenpatrozinium S. Martin ( + um 400 als Bischof von Tours) die Vermutung, in Egweil die "villa", den Meierhof eines Frankenkönigs aus merovingischer Zeit, zu sehen, den ein "Egio" leitete. Boari-Realität: ... in Egweil war eine römische "ala" stationiert ... und die Unterkunft der Pferde benannten die Römer Equile = Roßstall. Diese Aussage wird durch den sogenannten Spottnamen = "doudngroba" bestätigt. Aufgabe der Custodia = Wache + Corripio = ertappen, ergreifen, erwischen.
    HONB Eichstätt Seite 185 Schellenburg: Die für den ON Schellenberg vorgeschlagenen Herleitungen von Schelle, also "der tönende, ein Echo gebende Berg" oder Schelen (Schälhengsten) 16 sind durch Realprobe und Belege nicht indiziert. Boari-Realität: Mündliche Überlieferung seit den Zeiten der alten Kelten. Quelle https://www.libraryireland.com/IrishPlaceNames/Skellig.php Sceilig [skellig], a rock. Zitat-Ende ... und genau so ist es, hier schellt nichts, sondern hier gibts Felsen. Was hier aber an denen zerschellt, sind die germanischen Seifenblasen.
    Germanenlüge: Die arisch-germanische Vorgabe, quasi das angestrebte staatliche bayerische Lernziel seitens des Kultur- und Germanisierungsminsters B. Sibler ISB-Rassenkunde https://www.isb.bayern.de/download/16531/01_teil_1.pdf Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches im 5. Jahrhundert dringen Germanen in das Gebiet südlich der Donau ein: Alemannen, aber auch Franken und Thüringer . Östlich des Lechs bildet sich eine neue Völkerschaft, die Baiern . Germanisch ist nun die beherrschende Sprache. Die Dialekte von Franken, Alemannen und Bayern unterscheiden sich kaum.
    In Eichstätt gibt es ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die vom Imperator Germanorum verheizten "germanischen" Bayern. Für die vom Führer verheizten "bayerischen" Germanen gibt es eine Gedenktafel . Der bayerische Löwe an der Spitze des Mahnmals hebt den Schwanz ... und jeder Eichstätter weiß ... warum und wozu ...
    Mit keltisch-römischen Grüssen an die bisher "schweigende" aber "beherrschende" Herrenrasse ...
    Rupert Stadler www.boari.de Archiv für ein vor-germanisches Kulturerbe
  • HONB von Mittelfranken 1971 definiert auf Seite 31:
    Dem ON liegt bair: ahd. '"pipurc, eine Zusammensetzung aus ahd. bi- um herum 28) und burg = besiedelter, befestigter Ort 29) zugrunde mit der Bedeutung = Umwallung, Ringburg 30), vgl. got. bibaurgei(ns) = (befestigtes) Lager, was oft auf die Existenz von vorgeschichtlichen Anlagen hinweist 31). Tatsächlich befindet sich westlich von B. in der Flurgem. "Im Gschanz" eine spätkeltische Viereckschanze 32). Die zweite Silbe des ON wurde sachlich naheliegend als mhd. burc 33) mhd. Burg verstanden und ab dem 16. Jh. nach und nach zu "Berg" 34) umgedeutet. Dieser Vorgang setzt sich bis zum 18. Jh. vollständig durch, da wohl der Zustand der genannten Schanze dem Appellativum "Burg" nicht mehr entsprach. Die Ma. hat die Umdeutung offenbar übernommen, denn das offene g weist auf die Dativform von "Berg", nicht von "Burg" hin 35). Schriftform wie Ma. zeigen eine Lenisierung des anlautenden p der beiden Silben, wobei die zweite Silbe ma. den bair. b-w-Wechsel vollzieht 36). Der graphisch auftretende Auslaut ch zeigt bair. Ma. 37) Um Verwechslungen mit einem anderen Biberg oder Biburg auszuschließen, wird in den Belegen gelegentlich Bezug genommen auf die nahe gelegenen größeren Orte Arnsberg und Scheudorf.
    1 Buchner, Abg. Orte I, S. 84; Bundschuh 1, Sp. 376; FlurN Biburgfeld im Katasterbl. 1818 (StAN Karten, Allg. Reihe II/1/E5, früher Eichst. Pläne 55). - 2 StAN Domkap. Eichst. Urk. 2; MB XLIX, Nr. 20; vgl. Reg. Eichst., Nr. 473. Die Register (ebd., S. 540, und MB XLIX, S. 629) sehen Biburg (Altlkr. Hilpoltstein) trotz Nennung nach Neuses (Altlkr. Riedenburg) und vor Walting (beide wie Biberg östlich von Eichst. gelegen). - 3 Reg. Eichst., Nr. 484; MB XLIX, Nr. 21; beide lokalisieren als Biburg (Altlkr. Hilpoltstein).- 4 Reg. Eichst., Nr. 1346; hier auch ein weiteres Pybürch genannt. - 5 Reg. Eichst., Nr. 1487; MB L, Nr. 38.- 6 MB L, Nr. 285.- 7 MB L, Nr. 405; vgl. StAN Eichst.-Neues Stift Urk. 46 von 1341, wo die Schenken von Töging einen Hof in Piburck verkaufen [hierher?]. - 8 StAN Hst. Eichst. Lit. 366, fol. 8 und 12'. - 9 StAN Hst. Eichst. Lit. 364, fol. 6. - 10 StAN Hst. Eichst. Lit. 219, fol. 7; jetzt BayHStA Hst. Eichst. Lit. 219/1. Laut Schreiben des BayHStA vom 10.5.2011 an den Verfasser ist das Salbuch weit eher um 1380 entstanden als um 1480, wie im Nürnberger Repertorium angegeben.11 RB XII, S. 210, 212, 213. - 12 StAN Hst. Eichst. Lehenb. 3, fol. 46.- 13 StAN Hst. Eichst. Urk. 1556. _ 14 StAN Hst. Eichst. Lit. 220, fol. 31.- 15 StAN Hst. Eichst. Urk. 2806. - 16 StAN Hst. Eichst. Lit. 321, 2. Teil, fol. 4. - 17 BayHStA Hst. Eichst. Urk. 1545 (früher GU Arnsberg 64). - 18 StAN Hst. Eichst. Lit. 220a, fol. 36. - 19 BayHStA Hst. Eichst. Urk. 1630 17.- 20 StAN Hst. Eichst. Lit. 340, fol. 91. 21 StAN Hst. Eichst. Lit. 224 b, fol. T. - 22 StAN Hst. Eichst. Lit. 343, fol. 6'. - 23 StAN Hst. Eichst. Urk. 1693 XII 10. - 24 StAN Hst. Eichst. Lit. 77, fol. 117'. - 25 StAN Hst. Eichst. Lit. 225, fol. 21. - 26 Bundschuh I, Sp. 462. - 27 Popp, S. 140. - 28 Vgl. Ahd. Wb. I, Sp. 953. - 29 Ebd., Sp. 1524 f. - 30 Schnetz, Flurnamenkunde, S. 91. - 31.Bach 11/1, Cj 160 S. 123; vgl. Keller, HONB Donauwörth, Ortsartikel 42. Biberhof, und Bacherler, Siedlungsnamen, S. 9; Reitzenstein, LBO, S. 41, erschließt unter Bezug auf Eberl, Ortsnamen, S. 139, ahd. "pipurc" mit der Bedeutung "Umwallung". Zum irrtümlichen Ansatz eines Langvokals vgl. Egginger, HONB Griesbach, Ortsartikel 72. Biberg. - 32 Vgl. Eichstätter Raum 2, S. 167. - 33 Lexer 1, Sp. 390; vgl. Ortsartikel Alte Bürg. - 34 Zum GW "Berg" vgl. Ortsartikel Altenberg. - 35 Vgl. Kranzmayer, § 3.1.2 S. 30 und Ortsartikel Altenberg. - 36 Vgl. Kranzmayer, § 25.a.4 S. 74. - 37 Vgl. Paul/Klein/Solms/Wegera, Mhd. Gr., § L 105.
  • Neuer Band über Ortsnamen im Altlandkreis' EK-Artikel vom 23.05.2017
    Eichstätt (pp) In der Reihe Historisches Ortsnamenbuch von Bayern" ist vor kurzem der Band über den Altlandkreis Eichstätt erschienen. In diesem Buch wird Entstehung und Enwicklung sämtlicher Ortsnamen des Altlandkreises Eichstätt detailliert beschrieben - "ein herausragendes Buch für Geschichte unserer Region, von dem auch Heimatforscher und Ortschronisten profitieren werden", sagte Landrat Anton Knapp bei der Buchpräsentation in den Räumen des Informationsionszentrums Notre Dame des Naturpark Altmühltal.
    Der Landkreis Eichstätt und die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stellten zusammen mit dem Autor Dr. Antonius Reith das neue Werk der Öffentlichkeit vor. Der Autor referierte selbst über die Ortsnamen und die Siedlungsgeschichte im ehemaligen Landkreis. Professor Dr. Ferdinand Kramer, Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte, erläuterte die Bedeutung der Ortsnamen als kulturelles Erbe. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Eichstätter Gabrieli-Gymnasiums hatten die Gestaltung der Präsentation übernommen und stellten unter Anleitung ihrer Lehrkraft Manfred Roppelt die Ortsnamen szenisch dar, während GGMusiklehrer Dominik Harrer für die musikalische Umrahmung sorgte.
    "Nur in Verbindung mit dem Ortsnamen konnten in der Vergangenheit Besitz, Lehnsrechte, Gerichtsrechte, Zehnte, Patronate, Leibeigene, Zölle oder sonstige Abgaben genau zugeordnet werden. Der Entstehung der Ortsnamen lag dem nach stets ein Benennungsmotiv zu Grunde", betonte Landrat Anton Knapp in seiner Rede.
    Er brachte dem Autor höchsten Respekt entgegen, der in seiner Freizeit und in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit ein Werk vollendet habe, an dem sich viele Generationen nach uns noch orientieren würden. "Wir alle freuen uns über ein großes Standardwerk für Freunde der Heimatgeschichte", so der Landkreischef.
  • https://www.landkreis-eichstaett.de/aktuelles/presseberichte/historisches-ortsnamenbuch-des-altlandkreises-eichstaett/
    Historisches Ortsnamenbuch des Altlandkreises Eichstätt In der Reihe „Historisches Ortsnamenbuch von Bayern“
    ist vor kurzem der Band über den Altlandkreis Eichstätt erschienen. In diesem Buch wird Entstehung und Entwicklung sämtlicher Ortsnamen des Altlandkreises Eichstätt detailliert beschrieben „ein herausragendes Buch für die Geschichte unserer Region, von dem auch Heimatforscher und Ortschronisten profitieren werden“, so Landrat Anton Knapp bei der Buchpräsentation in den Räumen des Informationszentrums Notre Dame des Naturpark Altmühltal. Der Landkreis Eichstätt und die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stellten zusammen mit dem Autor Dr. Antonius Reith das neue Werk der Öffentlichkeit vor. Der Autor referierte selbst über die Ortsnamen und die Siedlungsgeschichte im ehemaligen Landkreis, Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte, erläuterte die Bedeutung der Ortsnamen als kulturelles Erbe. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Eichstätter Gabrieli-Gymnasiums hatten die Gestaltung der Präsentation übernommen und stellten unter Anleitung ihrer Lehrkraft Manfred Roppelt die Ortsnamen szenisch dar, während GG-Musiklehrer Dominik Harrer für die musikalische Umrahmung sorgte.
    „Nur in Verbindung mit dem Ortsnamen konnten in der Vergangenheit Besitz, Lehnsrechte, Gerichtsrechte, Zehnte, Patronate, Leibeigene, Zölle oder sonstige Abgaben genau zugeordnet werden. Der Entstehung der Ortsnamen lag demnach stets ein Benennungsmotiv zu Grund“, betonte Landrat Anton Knapp in seiner Rede. Er zollte dem Autor höchsten Respekt, der in seiner Freizeit und in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit ein Werk vollendet habe, an dem sich viele Generationen nach uns noch orientieren würden. „Wir alle freuen uns über ein großes Standardwerk für Freunde der Heimatgeschichte“, so der Landkreischef.
    Landrat Anton Knapp beglückwünschte den Autor Dr. Antonius Reith (Mitte) zum neuen Werk. Rechts Ehrengast Prof. Dr. Ferdinand Kramer aus München.