Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Die Siedlungsnamen des Bistums Eichstätt von Dr. Michael Bacherler (1924): Ehrenschwinden (Wassertrüdingen) in älteren Werken auch Ehrenschwind, leider stand mir eine urk. Form, die hier besonders notwendig wäre, bisher nicht zur Verfügung; schon ob der 2. Teil -swendi oder -win[i]den lautet, ist wesentlich; lautet er -swenti, dann zu ahd. swant; Schwendung, Platz, wo der Wald weggeräumt ist zu Ackerbau u. Viehzucht, also Schwendung des Arin, Erin" (unmöglich ist Ku 658, wo sich Auerochson aufhalten); lautet er -win[i]den, was bei den vielen Namen auf -winden in jener Gegend wahrscheinlicher ist, dann "zu den Wenden des Aran" (Dörr, Aus der Siedlungsgeschichte v. Gunzenhausen 1920, S. 20) bez. eher zu den Weideflächen des Arin, Erin vgl. unter Brodswinden.
  • HSB 46/47: On -winden: Ehrenschwinden W., Pf. Dambach, zu Pn Erin (453) und -winden (= bei den Wenden des Erin) vgl. Teilgebiet III B.
  • Stoffsammlung: umere = feucht sein + per vindictam
  • Flurnamen im Umgriff: Moosgraben; Erlwiesen