Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Sat Aug 15 17:47:27 2015: Berching_aus_römischer_Sicht:_Hechte_..._19_km_vor_dem_Limes
    To: g.del@gmx.de, tourismus@berching.de, info@architekturbuero-kuehnlein.de, info@berching.de
    Cc: "Berirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl" Tobias.Appl@bezirk-oberpfalz.de>
  • Sehr geehrte Frau 2. Bürgermeisterin und Gästeführerin G. Delacroix,
    sehr geehrte Damen und Herren,
    
    so wie es ausschaut werden die Römer wohl oder übel die Stadt Berching
    "belagern" müssen. Natürlich weiss ich auch, dass es immer eine Abwehr
    erzeugt, wenn sogenannte "auswärtige" Sachen erzählen, die man vielleicht
    selber hätte eigentlich auch merken hätte können.
    
    Zu diesen Geschichten zählt beispielsweise Quelle F.J. Bronner 1911:
    Beim alten mauerumgürteten Jurastädtchen Berching, dessen stille,
    sonnige Gassen so träumerisch in die Welt blicken, als wollten sie sich
    vergangener Jahrhunderte entsinnen, windet sich das Flüßlein Sulz
    vorüber.
    Da erlustierten sich vor Zeiten einmal an einem Sommertage etliche Bürger
    Berchings mit Fischefangen. Zweie fingen einen mächtigenn Hecht. Die
    glücklichen Männer hatten wohl schon öfters Weißfische
    und Rotäuglein in den Händen gehabt, aber noch niemals
    einen solchen Riesen. Was soll das Ding ? Sieh nur, wie's schnappt! sagte der
    eine, als er den Hecht hochhielt. Ei, weißt du, vielleicht will es singen,
    weil es so breit das Maul aufreißt! wähnte der andere.
    Und so kam es, daß man den Fisch in einen großen Vogelkäfig
    steckte, damit er Luft habe zum Singen und Schnappen. Der Hecht machte
    natürlich verzweifelte Anstrengungen zum Atmen. Die Zuschauer nahmen dies
    irrtümlicherweise als günstige Vorbedeutung und riefen voll freudiger
    Erwartung: Er dichtet schon; gleich wird er anfangen! Das Gleichanfangen war
    aber von der Art, daß der Fisch zu leben aufhörte. Zitat-Ende
    
    Siehe dazu auch www.boari.de/spottnamen/hechte.htm
    
    Meine Frage nun war, was an der Geschichte so lustig sein solle, dass
    sich der Name "Hechte" mit Berching direkt verbunden hat und warum weitere
    Gemeinden den gleichen Spottnamen haben:
    87488 Betzigau-Hochgreut (Kempten); 84149 Velden;
    85229 Markt Indersdorf-Glonn (Dachau).
    
    Neben den Flurnamen und den sprachlichen Begriffen in Verbindung mit
    Pferden, gibt es auch sogenannte Rosstäuscher. Wikipedia notiert:
    Der Begriff Rosstäuscher (oder Rosstäuscherei) stammt aus dem
    Handel mit Pferden. Er bezeichnete zunächst nur einen Pferdehändler,
    der die Tiere gegen Geld oder gegen andere Ware eintauscht, später
    vor allem ein betrügerisches Verhalten eines Händlers, der Kunden
    mit verschiedenen Tricks über Gesundheitszustand, Alter und Wert des
    Pferdes täuscht. Zitat-Ende.
    
    Germanias Genialer Rosstäuscher-Schachzug: Der deutsche Kaiser Wilhelm
     wollte in seinem Deutschen Reich nur Germanen haben. Um hinsichtlich
     "germanischer" Bayern bei der Reichsgründung 1871 sicher zu gehen,
     ließen die kaiserlich preussischen Sprachwissenschaftler ganz
     einfach Bajuwaren mit germanischer bzw. deutscher Zunge einwandern.
     Später besiedelten diese Reichs-Germanen angeblich auch noch
     Österreich. Damit war mit dieser Landnahme die uralte bayerische
     Geschichte mit einem germanischen Leichentuch überlagert und die
    Reichsdeutsche-Geschichte automatisch älter als die bayerische,
    da ja die germanischen Siedler aus Germanien kamen.  Damit kam auch der
    österreichische Kaiser neben seinen Ungarn, Tschechen, Slowenen
    u.a.m. auf dem Papier zu seiner Herrscherrasse,  seinen Germanen.
    Allerdings hat man damals vergessen, auch germanische
    Götter wie Wotan,  Thor, Donar usw. einwandern zu lassen.
    In Österreich, gibt es  wohl auch keine germanischen Götter?
    Durch diesen genialen Schachzug wurde aber die keltisch-römsche
    Geschichte  quasi mehr als tausend Jahre mit einer germanisch-deutschen
    Ur-Besiedelung  überlagert und das ist bis in unsere Tage -
    in den Lehrbüchern - so geblieben.
    
    Freistaat Bayern, hier staatliche  "Rosstäuscherei":
    Das Bayerische Kultusministerium (CSU) weiß sogar wo damals die
    Germanen hausten und von wo aus sie quasi mit ihrem Siegeszug letztlich
    auch Österreich kolonisiert haben.
    http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/unesco-kulturerbe/
    welterbestaetten-in-bayern.html
    Textauszug: Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-raetischer
    Limes
    Die einstige römische Grenze in Süd- und Südwestdeutschland wurde /
     in verschiedenen Ausbaustufen zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr errichtet.
     Zwischen Rhein und Donau reihten sich über 100 größere und
     kleinere Militärlager und über 900 Wachttürme entlang der
     insgesamt 550 km langen durchgehenden Grenzsperre. In der
    Provinz Obergermanien war sie als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben,
    in der Provinz Raetien als Steinmauer ausgeführt. Hier begegnete die
    entwickelte Kultur der römischen Antike dem "barbarischen" Germanien.
    Zusammen mit der Hadriansmauer und dem Antoninuswall in Großbritannien
    bildet er die grenzüberschreitende Welterbestätte "Grenzen des
    Römischen Imperiums". Zitat-Ende
    
    Ergebnis der "Germanisierung" ist auch die obige Geschichte mit den
    Berchinger Hechtinnen und Hechten. So nun die Berchingerinnen und
    Berchinger weiterhin  "gottlose Germanen/Bajuwaren" bleiben möchten
    - niemand darf wegen seiner Rasse ... verfolgt werden - werden sie wohl
    einfach so weiter träumen ...
    
    So sie aber nun zukünftig nicht mehr auf Germanisierungsbeauftrage,
    Rosstäuscher, Bärenaufbinder und kulturellen Rassismus hereinfallen
    möchten,  sollte man versuchen das damalige römische Lager zu lokalisieren.
    
    Mit keltisch-römischen "Grias Enk" aus Eistetensis civitas an die
    Barbaren Kelten und Römer in und um Berching  -
    19 Kilometer nördlich der "Limesgrenze".
    
    Rupert Stadler
    
    Roms zur Zeit wohl effektivste Waffe, mehr als 820 MB: www.boari.de
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