Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • im BayernAtlas
  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Affaltern abgeg. bei Ochenbruck. 1314 "Herr" Heinrich Kingler. R 5, 281
  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Alfalterbach bei Berching. Winand 1285. MB. 49, 143. Altman 1157. H.V.Mfr. 1847 S. 50.
  • gefunden auf deining.de: Es gibt zwei wesentliche Deutungen: Die eine kommt aus dem Keltischen, wo "fald" = Umzäunung bedeutet und demnach Afalterbach = mehrere Umzäunungen an einem Bach heißen könnte. Möglich wäre auch "apholtra" (affaltra) = Apfel, oder Apfelbaum, also ein obstreicher Bach. Eine andere kommt von einer Pflanze, eine Mistel (Affalter, viscum album), die sehr vielfältig in dieser Gegend auf Bäumen, besonders auf alten Tannen, angetroffen wird. Die Alten sagen ihr eine besondere, medizinische Kraft nach. So könnte der Name einen Bach bedeuten, an dem man diese Pflanze häufig findet. Demnach müsste es richtiger "Großaffalterbach" heißen.
  • Die Siedlungsnamen des Bistums Eichstätt von Dr. Michael Bacherler (1924): Alfalterbach Groß- (Beilngries) urk. Gund. P IX 247, Affolterbach, MB n. 108 (a. 1280) Affalterbach, Affalterpach, 143 (a. 1285) in Affalterbach Maiori, 185 (a. 1292) Affelterbach, zu ahd. affoltra Apfelbaum; Ku 211 Bach mit Masalterbäumen.
    dto.: Alfalterbach Klein-; H. V. Neumarkt i. O. 1906, 40. 56. 60 a. 1313 minnern A. (gegen Grozerin A.), a. 1328 wenigen A.;
  • Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen: Alfalterbach Großalfalterbach (Pfk. S. Viti), Kleinalfalterbach; Gund. Affolterbach, ma. álfatabo, zu ahd. affoltra Apfelbaum.
  • Großalfalterbach (Vitus), Kirchweihe c. 1070, Patronat 1280 bei den Herren von Pollanten, daher Adelspfarrei.
  • 83737 Irschenberg-Falter; 83367 Petting-Abfalter; 83404 Ainring-Abfalter; 84155 Bodenkirchen-Altfaltersberg; 84166 Adlkofen-Faltern; 84189 Wurmsham-Faltern; 84307 Eggenfelden-Falterer; 84332 Hebertsfelden-Faltermeier; 84367 Reut-Altfalterer; 85276 Paffenhofen-Affalterbach; 85405 Nandlstadt-Altfalterbach; 85408 Gammelsdorf-Dreifaltern; 86485 Biberbach-Affaltern; 91247 Vorra-Alfalter; 91338 Igensdorf-Affalterbach; 91349 Egloffstein-Affalterthal; 92364 Deining-Kleinalfalterbach; 92548 Schwarzach-Altfalter; 93142 Maxhütte-Pfaltermühle; 94169 Thurmansbang-Altfaltern; 94339 Leiblfing-Altfalterloh; 93351 Painten-Falterhof; 94436 Simbach-Falterhaid; 94474 Vilshofen-Altfalter; 95326 Kulmbach-Affalterhof
  • Boii, die Bojer, kelt. Stamm ... in Böhmen bis ca. 60 n. Chr. dann nach Pannonien und Noricum abgewandert.
  • bo wohl kaum von -booch: alfaltabo, hirschbo, mailnbo, dirlbo, schwatzabo, schweibo, kejschbo, laidnbo, ingschbo, heidlbo, sendlbo
    Kirschenreinbach am Reinbach, mouschba, brouba, Irrebach = erraba
  • Stoffsammlung: Heidweg /früher Heuweg; alienigenus = ausländisch, fremdartig; alienum = fremdes Gut, Besitz; alienus = fremdartig; Boia = Bojerland; bovarius = boarius; bovillus = Rinder; altor = Ernährer: fissura = Furche: aro = durchfurchen; arator = Bauer, Landmann; valetudo = Krankheit