Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Flurnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Originaltext: Übereinander gelagertes Ackerland in steigenden Stufen.
  • Quelle Buck: Falthor, Falter Falltor, mhd. porta rusticalis. Falter. Falltor am Eingang in das Dorf und am Eingang in die Esch.
  • Quelle Eberl: Falter, s., m., mhd. valletor = Falltor, Fallgatter im Etter= und Eschzaun; auch Fällgatter.
  • Quelle Schnetz: die Fallgatter am Etter hießen Esch- oder Falltore entstellt Falter, Feldtörl, auch Eschluken; hieher auch Ester, ä. Estor aus "*ezzisk-tor, s. Schnetz ZONF VIII 54.
  • Quelle Vollmann: die Fallgatter am Etter hießen Esch- oder Falltor entstellt Falter, Feldtörl, Ester, auch Eschlucken.
  • Boari-Kommentar ... dann hätten doch wohl alle Tore wie geschildert Falltore sein müssen, das 'valletor' taucht zudem erst im Mittelhochdeutschen auf.
  • Der Begriff Vale Tudo heißt so viel wie 'alles geht'. Er stammt aus dem Portugiesischen und wird in manchen Kampfsportarten verwendet.
  • Quelle Wickipedia: Zur gesundheitlichen Versorgung ihrer Legionäre bauten die Römer um das Jahr 14 in Aliso bei Haltern eines der ersten Krankenhäuser "Valetudinarium", von lat. "valetudo" = "Gesundheitszustand", "Krankheit". Pflegeeinrichtungen dieser Art sind erst seit der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus für die Antike nachweisbar. Neben den militärischen Valetudinarien gab es auch die zivilen Sklavenvaletudinarien. Vor allem Großgrundbesitzer in Italien ließen solche Einrichtungen bauen, um die Arbeitskraft ihrer teuer bezahlten Sklaven zu erhalten
  • lat. velitor = mit leichten Waffen kämpfen; arma velitaria = Waffen der Leichtbewaffnete
  • lat. vallo vallum = ein Gelände befestigen, verschanzen; vallum = Wall
  • Querverweis, siehe dazu auch Falltore unter Ortsnamen
  • Falter, velluto, valetudinarium; valetudinarius = Krankenpfleger; Stand 13.01.13 Valvatus = mit Toren verwahret;