Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Flurnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • vimen = Weideruten + pasca = Weide, also eine Viehhürde bzw. eingezäunte Weide
  • es gibt wohl auch den Hausnamen Wimbauer
  • Quelle: Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen. Von Dr. Michael Bacherler, 1932
    Wimpessing W., Pf. Staadorf, 1129 Wintpossingen, zu wind = Wind und bôz der Schlag, Stoß (ein dem Winde besonders ausgesetzter Ort, wie ich mich persönlich überzeugte).
  • Wimpesing # (n. Dietfurt i. O.) Hei 328 (a. 1129) Wintpossingen, 334 (a. 1129) Wintpessingen b, Popp, Matr. d. Bist. Eichstätt 1836 auch "Krohehof, Krähenhof genannt; von dem in Bayern sehr häufigen Namen Wimpasing (vergl. Foe II 2, 1374, Wallner, Altbairische Siedlungsgesch., München 1924 S. 42 u. die beiderorts verzeichnete Lit.) wird der 1. Teil (nach Riezler)gewöhnlich zum Volksnamen Winid Wende gestellt, dem 2. Teil mhd. pôz, bôz Schlager, Stößer (von bozen schlagen, stoßen) wird die Bedeutung "geringer Knecht" beigelegt u. Wimpasing als Siedlung von "Wendenknechten, Wendenkrüppeln" betrachtet. J. Keim erläutert in d. Zschr. Die ostbairischen Grenzmarken 13 (1924) S. 117 f. Wimpassing als "bei den Wintpeizern, Windenpeinigern den Leuten, welche wendische Kriegsgefangene zu beaufsichtigen und zur Arbeit anzuhalten hatten (zu beizen jagen, peinigen). Foe verzeichnet I 1619 einen Eigennamen Wintpoz, II 2, 1374 neigt er zur Deutung (von Höfler) "windpossen, Orte, wo der Wind stößt, anpoßt" Da aber steinboz, lînboz, harowintboz Leute sind die den Stein klopfen, den Lein, den Flachs brechen, ist m. E. ; wintpoz der Windbrecher; Wintpozing der Ort, der den Wind bricht, der dem Wind besonders ausgesetzt ist, was bei der Berglage der 2 hier in Frage stehenden Orte zutrifft. Die Lage, auf rundlicher Bergkuppe läßt mich ferner an ein * boss zu dem geläufigeren bossel "Kugel" denken (vgl. Bosselleich, Bosleich Kegelbahn [von bozen schlagen, stoßen, sowie den Flurnamen Buss Buckel); wintposs dann Windkugel; Windkogel, dem Wind ausgesetzte Bodenerhebung, Bergkuppe, wintpossingen zu d. Leuten der zum Ort am Wintposs, Windkogel, Windbuckel, an der dem Wind ausgesetzten Bergkuppe.