Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

tschentschn

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Kärtnerisch gredt: Das folgende Wort gibt es sowohl als Verb als auch als Hauptwort: Wenn die Tschentschn tschentscht, tut sie was? ... die Heulsuse heult. Herkunft?
  • Quelle BWB/BR 06.05.15: pflienschn sagt man in der Obapfalz für weinen
    - es gibt auch die aussprachvariante pflitschn - es gibt eine weiter reihe von wörtern - alle mit pf oder pv wie pfledschn ... die alle weinen bedeuten - und in den etymologischen wörderbichern mit herkunft unklar erläutert werden - man kann sich vielleicht vorstellen dass in dem pflä - pfli - am anfang einfach der versuch einer lautmalerei ist - eben einfach die abbildung des weines - also pfliedschn aus da obapvoiz fir weinen -
  • Quelle BR 24.07.12: 'A Pflietschn' ist in Nürnberg eine 'Heulsuse'.
    - das wort kommt in ganz bayern - oft in der aussprache flietschn vor - und hat eine bedeutungsbreite die geht von flatterhafter frau - bis hin zu frau mit dubiosem lebenswandel - a flietschn heulsuse - ist letztlich abgeleitet von einem dialektwort flietsche und das bedeutet flügel - und ist wohl lautmalerisch abgeleitet - vom schlagen der flügel eines vogels - und dann übertragen auf flatterhafte menschen vor allem weiblichen geschlechts.
  • Wohl eher von personare = laut erschallen + affleo = bei jemandem weinen; effleo = sich ausweinen; flebilis = beweinenswert; fletus = das Weinen; flere, fleo, flevi, fletum = weinen