Wörterbuch
rouchad
  • Bayerisches Wörterbuch rouchad
  • habgierig, bekommt einfach nicht genug davonf; es muss sehr viele davon gegeben haben.
  • Quelle BR 12.06.09: 'Ruachad' sagt man in Altbayern zu einem Menschen, der habgierig ist. Der ist eben 'a Ruach', 'der ist so ruachad', 'der tut überall umeinander ruacha' - also einer, der schaut, dass er alles kriegt was er kann. Der Ursprung dieses Wortes ist keine Anlehnung an ähnliche Wörter wie riechen oder Geruch, sondern das Wort gehörte als eigenständiger Begriff zum alten deutschen und germanischen Sprachgebrauch und ist heute aber ausgestorben. Erhalten geblieben ist es nur in einigen Dialekten, in der Schweiz, in Baden-Württemberg und in Bayern.
  • Stoffsammlung: (zeno.org) Rochetum, lat., Rochet, Chorhemd mit Spitzen besetzt, durchbrochen u. zierlich gekraust, das Bischöfe, Aebte und Chorherrn tragen.
  • Alongside the comfortable, widearmed surplice there exists as a variety the closefitting rochet (rochetum, from roccus, "coat"), a privilege of the higher clergy, although it was worn in many regions by the common clergy also. Lay ministrants (sacristans, choir-boys) are also permitted the use of the surplice.
  • Der schwarze Talar wird in der österreichischen Kongregation und auch hier nicht mehr in allen Stiften mit einem weißen Band, dem Sarrozium (= sanctum rochetum) getragen. Dieses Sarrozium wird im Alltag anstelle des festlichen Ordenskleides, des Rochettes oder Chorhemdes, verwendet.
  • Quelle BayWo:Ruach Altbayern egoistischer, habgieriger Nimmersatt, nicht nur bei Tisch mit Besitzgier auf Kosten anderer; Ruach Gesamtbayern raffgieriger Mensch
  • MaB/at: Ruachler, m habgieriger Mensch
  • wörterbuchnetz: Röchel das lat. Kirchenspr. rochetum, frz. rochette, ital. rochetto, (s. auch Roschett) entlehnte Wort bewahrt in Kref-Linn, Geld, Klev, Rees noch die alte Form - (alt rochelin) n.; sonst ist es an Rock angeglichen

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