Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Pfoad, Pfoat

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Quelle Wikipedia: Eine genaue Datierung der ersten Lautverschiebung ist nicht möglich, jedoch wird sie übereinstimmend in die Zeit nach 500 v. Chr. angesiedelt, da mehrere Lehnwörter, die nicht vor dem 5. Jahrhundert v. Chr. aus dem Südosten ins Germanische übernommen wurden, die Erste Lautverschiebung noch mit vollzogen haben. Die beiden wichtigsten Beispiele dafür sind das griechische Wort (kánnabis) = Hanf, das im Urgermanischen nach der Lautverschiebung *?annapiz lautete, sowie das wahrscheinlich skythische Wort *baita- = Hirtenrock, das im Urgermanischen zu *paido (vgl. ahd. pfeit = Unterkleid und bairisch Pfoad = Hemd) wurde.
  • Quelle BR 18.06.08: 'Pfoad' ist ein altes bayerisches Dialektwort für 'Hemd'. Ein Wort übrigens, das nur in Bayern und Österreich in dieser Bedeutung vorkommt. Früher wurde damit ganz allgemein ein Hemd bezeichnet. Später bekam es eher die Bedeutung eines Messhemdes oder eines Unterhemdes, das als Arbeitshemd verwendet wurde. Das Wort stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum.
  • Franken, Pfoadal = Kinderhemdchen; wocheblatt.de: Nachtpfeid, Nochtpfoadl = Nachthemd
  • MaB/at: Pfoad = Hemd
  • Kärntn. gred: Pfoat = Trachtenhemd, Hemd
  • Das "Pfoad, auch Pfordei oder Pfeit", scheint sich auf Basis des römisch-lateinischen Wortes ... Seidensticker = phrygio + ornatus = geschmückt, Ausstattung oder ornamentum = Zierrat ... im Zungenschlag "pfoat", entwickelt zu haben. In unseren Tage liest sich das dann so ... Ein Pfoad ist ein mit vielen modischen Details versehenes Hemd für den Alltag.