Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Nassenfels. Geschichte der Burg und ihrer Besitzer bei Rieder, Pflegamt Nassenfels I 27 ff.
  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 38: Nassenfels (Eichstätt) urk. MB n. 23 (a.1189) Nazzenuels, 29 (a.1210) Nazinuels, 46 (a.1245) Nazenuels, zum nassen Fels, Burg auf dem nassen Fels, am alten Schutterlauf gelegen, nicht mit Ku 83 Fels des Nasso.
  • Quelle Dr. M. Bacherler HSB 45: Nassenfels Mkt., Pfk. S. Nikolai, 1188 Nazinuels (Hei 484), d. i. zum nassen (von der Schutter umflossenen) Fels, Burgbau. - Dollnstein Mkt. a. d. Altmühl, Pfk. SS. Petri et Pauli
  • Quelle wie vor: Der Markt Nassenfels war zur Römerzeit ein bedeutender Ort (vicus Scutarensium); nach Ausweis fränkischer Funde war er auch im frühen Mittelalter besiedelt; welchen Namen aber die Siedlung in den tausend Jahren zwischen der Römer- und Ritterzeit trug, ist unbekannt.
    dto.: Die einstige Römersiedlung Nassenfels gehörte bis in das 14. Jhrh. zur Pf. Möckenlohe.
  • Quelle HSB 50: Die Grundwörter -burg, -stein, -eck, -fels, -schloß kennzeichnen die Rittersitze des Mittelalters. Doch nicht allein jene Orte, deren Namen auf die genannten Qrundwörter -burg, -stein, -eck, - fels endigen, besitzen oder besaßen einmal eine Burg, -Das Verzeichnis der „Burgen und Burgställe des Bistums Eichstätt", das Franz Buchner im Sammelblatt des Hist. Ver. Eichstätt 39 (1924) veröffentlichte, belehrt uns darüber, daß auch in vielen anders benannten Ortschaften Burgen vorhanden waren, ja daß die weitaus meisten Burgen sogar in anders benannten Orten standen.
  • Quelle HSB 50: An On auf -fels birgt das Bistum Eichstätt 4, nämlich im Hügelland westlich der Rednitz D. Wernfels Pf. Theilnberg (1284 Hei 983 Werdenvels, z. Ei. werd = stattlich), im Labergebiet (III B) W. Rothenfels (1233 Hei 699 Rotenvels; z. Ei. rot) Pf. Deining, ferner bei Altdorf-Stadt (IV B) W. Prackenfels - die Herren von Rasch, die 1362 die Burg besaßen, führten einen Bracken im Wappen - und im Schuttertale (1 A) Mkt. Nassenfels mit einer Wasserburg; der Raum von Nassenfels, trug nach Ausweis der zahlreichen, im Museum des Hist. Ver. Eichstätt aufgestellten Funde zur Römerzeit eine größere und wohlhabende Siedlung (vicus Scutarensium, d. i. Schutterdorf) und war, wie wiederum Bodenfunde erhärten, auch in der fränkischen Zeit bewohnt; der Name Nassenfels ist erst aus dem Ende des 12. Jh. (1188 MB 49, 23) bezeugt; welchen Namen aber der Ort in den rund 900 Jahren vom Ende der Römerherrschaft bis zur Zeit des Rittertums geführt hat, ist unbekannt. Keiner der 4 On auf -fels enthält einen Pn; bei dreien bildet ein Adjektiv das Bestimmungswort, während eines nach dem Wappentier des Besitzers benannt ist.
  • Info eines IN-Kelten: Salve, mir geht es ja nach wie vor um den Stein in Nassenfels mit der Angabe von VIK SCVT und wieso hier ein Kappa auftaucht. Ein Zusammenhang mit der Schutter ist mir ohnehin nicht klar.
    Kappa = K;
    Auf der anderen Seite befindet sich ein weiterer Weihestein, der dem Mars und der Victoria geweiht ist. Der Hinweis hierfür ist in der ersten Zeile. In der nächsten Zeiel wird der römische Ort Nassenfels bezeichnet, denn die Stifter dieses Altars waren die Vikani Scuttarenses. Der Stein war häufig in der Diskussion und wurde erst Ende des vorletzten Jahrhunderts endgültig entziffert.
    eben nicht ... Scutela = Schildlein, das ist, die Rinden mit dem Aug, so man aus einem Baum nimmt, in einen anderen einzupfropfen. Das würde Sinn machen, quasi römische Baumschulen (mildes Klima) entlang der Schutter, in der Obstbäume vervielfältigt wurden. Der hierfür übliche Flurname ist "Tala" o. ä. wohl von talea = Setzling, Steckling, Steckreis. Gibt es auch solche Flurnamen entlang der Schutter? Das Wort Tal stammt wohl eher von talea.
  • Flurnamen: Krautgartenfeld; Bonaberg; BauernFeld; Speckleiten; Galgenbreite; Speckfeld; Bräuzerfeld; Straßfeld; Bei der Klaus; Leicherquient; Saumwiesen; Falter;
  • Kommentar Nassa ist eine Fischreuse, basddscho.