Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

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Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • Originaltext: In der Sperbersloherin
  • medici = Arzt, medicina = Heilkunst, metus = Furcht + Besorgnis
  • metior = messen, ausmessen, ein Feld vermessen; meto = mähen, ernten
  • Quelle Härtl: Neben dem Bäcker spielt bei den Römern auch der Metzger eine Rolle, dessen Berufsbezeichnung sich aus dem lateinischen Wort matia = die Därme, die Eingeweide herleitet. Davon bildeten die Römer den matiarius = Wurstmacher, der sich im Ahd. zu "metzjaere" und im Mhd. zu "metzjer" entwickelt. Aus "j" wird dann "g", und so entsteht unser "Metzger". Dieses Wort drang dann über den alemannischen, schwäbischen und bairischen Geltungsbereich wenig hinaus und konnte im Norden und Osten die Benennungen Fleischer, Schlachter, Fleischhauer und Knochenhauer nicht verdrängen.
  • Metzger, Namenshäufigkeit: 85072 Landershofen, 85092 Kösching, 85110 Kipfenberg-Arnsberg, 85111 Pietenfeld (Hausname), 85116 Egweil, 85128 Nassenfels, 85131 Pollenfeld, 85135 Titting, 91757 Treuchtlingen, 91781 Weissenburg-Emetzheim, 91795 Obereichstätt, 97720 Nüdlingen