Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Flurnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • 91613 Marktbergel Schindbuck
    Wald und Äcker westl. Aischmühle
  • Quelle Schnetz: Der Schinder= Weg oder Berg, der Menschen bzw. Zugtiere "schindet".
  • www.sprachwissenschaft.uni-jena.de
    Im Thüringischen sind die Bezeichnungen Schindanger und Schindrasen für die Stelle wo verendete Tierkadaver begraben werden verbreitet.
  • Schon Plinius und Tacitus berichteten von den schindelgedeckten Holzhäusern germanischer Völker. Von den Römern stammt auch das lateinische Lehnwort scindula = Schindel zu scindere = spalten.
  • Cornelius Repos versicherte, dass Rom 470 Jahre lang bis zur Zeit König Pyrrhos um 275 v.Chr. mit Schindeln eingedeckt war. Zumindest unterschied man Stadtteile nach Wäldernamen. plinius Übers. Strack
  • Im großen Römer-Castell Saalburg in Hessen sind bei Ausgrabungsarbeiten eine Original-Klotz­ oder Schindelhacke und sogar runde Eichen­Zierschindeln gefunden worden. In der römischen Villa Rustica wurde nun eine alte Schmiede detailgetreu mit Holzschindeln eingedeckt.
  • Querverweis, siehe dazu auch Link Schinder unter Ortsnamen
  • Quelle Buck: mittell. bucus = waldige Höhe. Vgl. irisch buac, gall. bôc = Berg
  • Querverweis, siehe dazu auch Link Buck unter Ortsnamen